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Vom Brauhaus in die Bauhalle

02.10.2011 | 17:29 Uhr
Vom Brauhaus in die Bauhalle

Wattenscheid.„Niemals geht man so ganz, irgendwas von mir bleibt hier“ besang Trude Herr einst ihren Abschiedsschmerz. Für das Wattenscheider Stadtprinzenpaar Andreas I. (Appelbaum) und Kathrin II. (Schick) ist das, was bleiben wird, zumindest nicht das kleine Schild, das während ihrer Amtszeit am Alten Höntroper Brauhaus auf ihr Hauptquartier hingewiesen hat. Im Rahmen des vom Prinzenpaar höchstpersönlich initiierten Stammtisches haben sie es am Wochenende abgenommen.

Was die beiden im November offiziell abdankenden Monarchen jedoch weiterhin begleiten wird, sind die Erinnerungen an eine schöne, jecke Zeit. „Das waren einfach super Erfahrungen, die wir in den zwei Jahren sammeln konnten. Viele neue Freundschaften sind dadurch entstanden, man hat die Stadt und die Menschen ganz neu kennengelernt“, betonen Andreas und Kathrin unisono.

Über 400 Termine haben sie dabei gemeistert, zeitlich zusammengerechnet war das Prinzenpaar über einen Monat auf der karnevalistischen Bühne unterwegs. Befragt nach den Höhepunkten ihrer Amtszeit kommen Prinz und Prinzessin noch einmal der Kinder- und der Seniorenkarneval ins Bewusstsein, besonders der kleine Umzug in diesem Jahr hat es ihnen angetan. „Wir haben generell ein sehr offenes Publikum in der Hellwegstadt und es war toll, mit welcher Begeisterung die Menschen dabei waren. Bei dem schönen Wetter war das so etwas wie der krönende Abschluss unserer Regentschaft.“

Wobei das jüngste Prinzenpaar in der Geschichte des Wattenscheider Karnevals natürlich weiterhin dem närrischen Treiben treu bleiben wird. „Ich freue mich besonders darauf, nicht immer in der ersten Reihe stehen zu müssen. Natürlich greife ich auch hin und wieder zum Mikrofon, aber jetzt erst einmal alles aus dem Hintegrund zu genießen, wird sicherlich etwas Schönes“, betont Andreas Appelbaum, dass er durchaus Freude an seiner zukünftigen Rolle finden wird.

Ein neuer Standort für das Hauptquartiers-Schild ist auch gefunden: „Es wird einen Ehrenplatz in unserer GüKaGe-Wagenbauhalle bekommen“, verspricht Prinzessinnen-Vater Wolfgang Schick.

Christopher Becker

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