Viele Hände sorgen für schnelles Ende

Karl-Heinz Krakowski und Alfred König entfernen Astbruch. Im Hintergrund ihr Vereinsheim und das Gerätehaus, bei dem die Stadt nach Sturm Ela das Dach neu hat decken lassen.
Karl-Heinz Krakowski und Alfred König entfernen Astbruch. Im Hintergrund ihr Vereinsheim und das Gerätehaus, bei dem die Stadt nach Sturm Ela das Dach neu hat decken lassen.
Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Rund 20 packten mit an, aber schon nach zwei Stunden war nichts mehr zu tun. „Viele Hände, schnelles Ende“, sagt der zweite Vereinsvorsitzende Alfred König und lobt den Zusammenhalt: „Wir kriegen immer genug Leute zusammen.“

Wattenscheid..  Wie nach jeder ausgelassenen Feier gilt auch beim SGV Wattenscheid: „Viele Hände, schnelles Ende.“ Rund 200 Gäste zählte der Ortsverein des Sauerländischen Gebirgsvereins zu seinem offenen Singen am 5. Juli (WAZ berichtete). Am Samstag trafen sich jetzt zwei Dutzend Erwachsene und ein Dreijähriger am Reiterweg in Höntrop, um das alte Kutscherhaus der Villa von Louis Baare auf Vordermann zu bringen.

Zelte, Schirme, Stühle und Tische mussten abgebaut, Grill und Vereinsheim grundgereinigt werden. Außerdem gab es am Kutscherhaus noch einige Dachpfannen zu ersetzen, die der Sturm „Ela“ vergangenes Jahr heruntergeholt hatte.

Dabei packten nicht nur die Erwachsenen an. Auch Moritz (3) half, wo er konnte, schwang z.B. den Besen, unbeeindruckt davon, dass er noch kürzer ist als der Besenstiel. Schon nach zwei Stunden motivierter Arbeit war alles blitzsauber, dass Moritz vor seinem Presse-Interview das dringende Bedürfnis äußerte, vorher noch schnell die Toilette einzuweihen.

Kurz vor Zwölf versammelten sich alle zum Feierabend-Brunch. Wenn nicht gerade wie 2014 das offene Singen wegen Sturmtief „Ela“ ausfällt, unternimmt der SGV jedes Jahr eine solche Aktion. Sie steht als fester Punkt im Wanderplan. „Wer nicht im Sommerurlaub ist, der kommt und hilft mit“, sagt Alfred König, zweiter Vorsitzender des Vereins. Und: „Wir kriegen immer genug Leute zusammen“, etwa 20 seien es jedes Mal, und nicht immer dieselben. „Da ist ein Zusammenhalt spürbar.“

Trotzdem: Wie viele Vereinsfunktionäre spricht auch König von sich aus das Thema Nachwuchsmangel an. Knapp 150 Mitglieder hat der Verein zur Zeit, in den Spitzenzeiten zwischen 1990 und 2005 waren es schon mal knapp 200. Der Verein wirbt um Interessierte. Wer sich interessiert, kann sich bei Alfred König melden und nach Möglichkeiten und Mitgliedsbeiträgen erkundigen.

Ähnliches gilt übrigens für viele Vereine in Wattenscheid: Für Interessenten sind sie mehr als offen.