Viele Gäste kamen zum Neujahrsempfang

Gut besucht: der Neujahrsempfang im Rathaus.
Gut besucht: der Neujahrsempfang im Rathaus.
Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services

Wattenscheid.. Der traditionelle Neujahrsempfang lockte am Sonntag viele Besucher in das Wattenscheider Rathaus – ein Stelldichein von Gästen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Kirchen, Vereinen und Verbänden, die Einladung von Bezirksbürgermeister Manfred Molszich gefolgt waren.

Gleich zu Anfang erinnerte er an die Eingemeindung vor 40 Jahren, ein „immer noch schmerzlicher Zusammenschluss“, so Molszich.

Geehrt wurde der letzte Wattenscheider Oberbürgermeister Herbert Schwirtz, das SPD-Urgestein feierte kürzlich seinen 85. Geburtstag. Und es war auch ein Zeichen des Verbindenden beider Städte, als ihm Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz eine Medaille überreichte, die die Heilige Gertrud und Carl Arnold Kortum zeigt, symbolisch für Wattenscheid und Bochum.

Molszich zog in seiner Neujahrsrede Bilanz über das abgelaufene und gab Ausblicke aufs neue Jahr. Das Opel-Aus habe die gesamte Stadt schwer getroffen, wichtig sei jetzt, neue Arbeitsplätze zu schaffen. Positive Impulse für Wattenscheid soll das Förderprogramm Soziale Stadt setzen. Viele Millionen Euro sollen bis zum Jahr 2020 aufgewendet werden. Für die Aufwertung der Innenstadt, der Fassaden und Häuser, auch der Handel soll davon profitieren. Wichtig sei die Einbeziehung Bürger bei dem integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept. Die Fördermittel von Land und Stadt sollen viele private Investitionen nach sich ziehen. Positiv sei zudem, dass der Förderturm von Zeche Holland endlich saniert wird. Die Entwicklungsgesellschaft Ruhr schätzt, dass die Arbeiten in der zweiten Jahreshälfte starten können.

Positiv sei zudem, dass im Zuge der NRW-Sportschule eine neue Dreifachturnhalle den Altbau an der Märkischen Schule ersetzen soll. „Der Denkmalschutz darf die neue Halle nicht verhindern.“ Wichtig sei außerdem die rasche Vermarktung aufgegebener Schulstandorte. Molszich machte sich noch mal eindringlich für den Erhalt des Hallenfreibades Südpark stark, „das ist eine große Herausforderung, dieses Schwimmbad darf nicht geschlossen werden.“

Erfreulich sei die positive Entwicklung des vor sechs Jahren gestarteten Jugendprojektes X-Vision – offen für alle interessierten jungen Menschen im Alter von sieben bis 21 Jahren. Projektleiter Omid Pouryousefi betonte in seiner Rede, wie wichtig Sport und Musik für die Integration und Förderung von Jugendlichen sei.