VHS nimmt Historie ins Visier

Aus dem Archiv von Heimatforscher Gerhard Lutter: Ein Ausschnitt der Zeche Maria Anna & Steinbank.
Aus dem Archiv von Heimatforscher Gerhard Lutter: Ein Ausschnitt der Zeche Maria Anna & Steinbank.
Foto: Gero Helm / WAZ FotoPool

Wattenscheid..  Rund 1000 Veranstaltungen – damit wirbt die Bochumer Volkshochschule auch im kommenden Semester wieder für sich. Der stadtweit größte Anbieter von Grund- und Weiterbildungsangeboten hält in seinem Programm für das erste Halbjahr 2015 Kurse aus unterschiedlichsten Bereichen bereit.

Dazu gehören die Themenfelder Gesellschaft und Politik, Natur und Umwelt, Computer und Digitales, Kunst und Kultur, Gesundheit und Psychologie, Sprachen, Arbeit, Beruf und Finanzen sowie Grundbildung und Schulabschluss Plus. Im Bereich Sprachen ist eine Beratung zwingend erforderlich. Zumeist finden die Kurse an einem zentralen Ort, in der VHS im Bochumer BVZ, Gustav-Heinemann-Platz 2-6, statt. Doch auch in der Alten Freiheit bietet die Einrichtung Programm.

Wattenscheid im Ersten Weltkrieg

So referiert Stadtarchivar Andreas Halwer am Dienstag, 10. März, um 18.30 Uhr im Gertrudiscenter über „Wattenscheid vor 100 Jahren – Das Jahr 1915“. Der Eintritt ist frei. Dazu schreibt die VHS: „Die Wattenscheider haben bereits viel unter dem Krieg gelitten und sich soweit es geht mit ihm arrangiert. Das ,Kriegsbrot’ wird einheitlich für alle Bäcker eingeführt. Die Versorgungslage hat sich so verschlimmert, dass selbst Haarabfälle gesammelt wurden. Kriegsgefangene werden im Bergbau und in der Landwirtschaft beschäftigt, Feldpostbriefe erreichen die Heimat.“

Einen generellen Einblick in die örtliche Historie bietet dagegen der Kurs „Wattenscheider Stadtgeschichte“ mit Andreas Halwer. Beginn: 9. Februar. Es folgen elf weitere Termine um 18.30 Uhr am Alten Markt 1. Die Gebühr liegt hier bei 33,60 Euro.

„Storksbank, Marianne, Engelsburg – Auf den Spuren des Bergbaus in Eppendorf und Höntrop“ lautet der Titel eines Rundgangs mit Dr. Frank Dengler am Samstag, 11. April. Orientiert am dortigen Bergbauwanderweg legt die Gruppe eine Strecke von rund sechs Kilometern zurück. Los geht’s um 14 Uhr „Am Thie“. Gebühr: fünf Euro. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Heimat- und Bürgerverein statt.

„Tai-Chi-Chuan – Einführung Yang Stil“ heißt es im Bereich Gesundheit ab 3. Februar bzw. 21. April. Tai-Chi-Chuan ist eine alte chinesische Bewegungskunst und vereinigt heilgymnastische und meditative Aspekte. Durch die langsame, kontinuierliche und fließende Bewegungsfolge wird die körperliche und geistige Achtsamkeit geübt. Die Übungen erfolgen vormittags im Gertrudiscenter.

Weitere Info und Anmeldungen unter 0234/ 910 15 55 bzw. auf www.vhs-bochum.de im Netz.