Tuning-Szene trifft sich am Dückerweg
04.04.2012 | 17:27 Uhr 2012-04-04T17:27:00+0200
Wattenscheid. Am „Car-Freitag“ werden wieder Tausende Auto-Fans ihre aufgemotzten Wagen an der A 40 präsentieren. Die Polizei ist bereit.
In den einschlägigen Internetforen spricht sich die Tuning-Szene schon seit Wochen ab. Die Verabredung steht, nur die Frage, wann es losgehen soll, ist noch offen: „Wir treffen uns schon sehr früh bei D&W, aus dem Grund, weil wir gute Plätze haben möchten“, heißt es etwa auf der Homepage von „NRW’s Chaoten“, einem Club von jungen Leuten mit Vorliebe für schnelle Autos.
Der „Car-Freitag“ am Dückerweg wirft seine Schatten voraus. Wieder werden Tausende Tuning-Fans aus ganz NRW, aus Holland und aus Belgien nach Wattenscheid kommen, um sich und ihre aufgemotzten Fahrzeuge zu präsentieren. 3000 bis 4000 Leute waren es im letzten Jahr, bei gutem Wetter werden es wohl wieder so viele werden. Die Polizei wird mit 40 Beamten vor Ort sein: Illegale Autorennen wollen sie verhindern. Außerdem nutzt die Polizei die Gelegenheit, um „verkehrsunsichere“ Wagen aus dem Verkehr zu ziehen. „Alle wissen, was auf sie zukommt“, sagt Polizeisprecher Axel Pütter. Der Dückerweg gilt in der Szene wegen der zentralen Lage an der Autobahn, des D&W-Autoladens und der Fast-Food-Restaurants als optimaler Treffpunkt. Für Udo Lotte, Leiter der Wache Wattenscheid, ist der „Car-Freitag“ am Ruhrschnellweg jedoch „eine lästige, jährlich wiederkehrende Geschichte“. Er möchte prüfen lassen, das Treffen ab 2013 zu verbieten. Dann allerdings großräumig. „Da reicht Bochum nicht aus, das würde sich sonst nur verteilen.“ „NRW’s Chaoten“ kündigen an, dass es ihnen am „Car-Freitag“ nicht auf „Protzerei“ ankomme, sondern auf ein ganz profanes gemütliches Beisammensein. „Geplant“, schreiben sie auf ihrer Homepage, „ist mal wieder Grillen.“
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19:37
Schon wieder alljährliche Panikmache seitens der Medien. Liebe Reporter und Mitarbeiter der Polizei: Es wäre sehr zu begrüßen, wenn diesmal nicht alle Fahrer getunter Autos in einen Sack gesteckt werden. Nicht jeder Fahrer eines modifizierten Fahrzeuges tut dies illegal oder beteiligt sich an illegalen Rennen - genauso wenig wie alle Anhänger der schwarzen Szene (für Populisten: Gothics oder klischeehaft "Grufties") kleine Kinder opfern oder alle Anhänger der Hip-Hop-Kultur kriminell sind.
Irgendwann sollte es dochmal jeder geschnallt haben, dass es in jeder Gruppierung immer ein paar Leute gibt, die sich nicht an Regeln halten. Das ist aber noch lange kein Grund für eine inszenierte Hexenjagd!
Ich persönlich werde morgen auch vor Ort sein, um alte Bekannte wieder zu treffen und zu fachsimpeln - mit einem Auto, an dem der TÜV alles genehmigt hat! Wer sich nicht benehmen kann, bleibt besser zuhause oder trägt die Konsequenzen.