Trauercafé in Urnenstätte anbieten

Elegant, edel, einfühlsam und würdevoll: Das Kolumbarium St. Pius. Hier ein Bild von der Eröffnung am 2. November 2014.
Elegant, edel, einfühlsam und würdevoll: Das Kolumbarium St. Pius. Hier ein Bild von der Eröffnung am 2. November 2014.
Foto: Gero Helm / WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Kolumbarium St. Pius soll auch ein Ort der Begegnung sein. „Arbeitskreis Trauerpastoral“ hat die Planung für das laufende Jahr erstellt

Wattenscheid..  Unter dem Leitmotiv „Eine Ahnung vom Himmel“ haben Propst Werner Plantzen, viele Geistliche und noch mehr Bürger das Kolumbarium an der Parkstraße/An St. Pius am 2. November vergangenen Jahres (Allerseelen) eingeweiht. Doch geht es nicht nur um den reinen Bau dieser Urnenstätte. Die Begräbniskirche soll auch mit Leben erfüllt, ein Ort der Begegnung sein. Längst vor der Einweihung des Kolumbariums St. Pius hat sich der „Arbeitskreis Trauerpastoral“ gegründet. Hier wirken engagierte Christen aus der ehemaligen Kirchengemeinde St. Pius, „aber auch Menschen aus Wattenscheid, etwa eine Protestantin aus Höntrop oder Gemeindemitglieder aus St. Maria-Magdalena mit. Auch Pastoralreferent Ralf Tietmeyer gehört dazu,“ erklärt Pia Scholz, Verwaltungsmitarbeiterin der Pfarrei St. Gertrud und für das Kolumbarium zuständig. Dieser „AK Trauerpastoral“ wird am Sonntag, 8. März, um 15.30 Uhr ein Trauercafé starten, das fortan an jedem zweiten Sonntag im Monat im Kolumbarium angeboten wird. Pia Scholz: „Wir schreiben die Angehörigen der bisher im Kolumbarium Beigesetzten an. Doch sind auch Menschen angesprochen, die Trauer spüren, sei es durch gescheiterte Lebensentwürfe oder verpasste Gelegenheiten.“ Den Sonntag hat der Arbeitskreis ausgewählt, „weil dieser Tag für Hinterbliebene der einsamste ist.“ Das Trauercafé wird alle vier Wochen in den Verwaltungsräumen der Kirche angeboten.

Für den Karfreitag, 3. April, ist ein Erinnerungsgottesdienst geplant. Die Uhrzeit steht hier noch nicht fest. Am 5. Mai um 19 Uhr wird ein Trauergottesdienst für Frauen und voraussichtlich für Anfang September ein „leichter Abend für die, die es schwer haben angeboten,“ stellt Pia Scholz die weitere Planung vor. Dieser „leichte Abend“ soll sehr weltlich gehalten sein, vielleicht mit einen Chor, der nicht unbedingt nur geistliches Liedgut vorträgt.

Die Kolumbarium-Beauftragte Scholz: „Auf Anfrage bieten wir auch Führungen an, die schon von verschiedenen Gruppen wahrgenommen wurden.“ Alle Angebote, ob Trauercafé, Erinnerungsgottesdienst oder „leichter Abend“ und auch die Führungen durch das Kolumbarium sind kostenlos. Scholz: „Natürlich freuen wir uns über Spenden für die weitere künstlerische Ausgestaltung des Kolumbariums.“ Vorgesehen ist nach wie vor, mit der Installation „himmlisches Jerusalem“ der Essener Künstlerin Gabriele Wilpers den Altarraum zu gestalten. Doch dafür fehlt noch das Geld. Rund 90 000 Euro müssen aufgewendet werden, „etwa 10 000 haben wir bisher“, so Pia Scholz.