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Tierschützer protestieren gegen Höntroper Gänsereiten

12.02.2010 | 12:18 Uhr
Tierschützer protestieren gegen Höntroper Gänsereiten

Wattenscheid/Bochum. Am Samstag protestieren Tierfreunde und das Bündnis für Tierrechte gegen den Höntroper Karnevals-Brauch Gänsereiten. Die Demo startet um 12 Uhr auf dem Dr.-Ruer-Platz in Bochum. Im Vorfeld sprach Annette Wenzig mit Michael Siethoff von der Tierschutzpartei.

Was kritisieren Sie am Gänsereiten?

Michael Siethoff: Nicht nur, dass dafür ein Tier getötet wird, sondern die Art und Weise, wie mit dem toten Tier umgegangen wird. Es dient der Belustigung und ist darüber hinaus eine Gewaltdarstellung, die – egal ob bei Mensch oder Tier – einfach nicht in Ordnung ist und zur Verrohung der Gesinnung in dieser Gesellschaft beitragen kann. Außerdem hat sich die Einstellung zu Tieren in unserer Gesellschaft gewandelt, was ja auch ins Grundgesetz aufgenommen wurde.

Sie sagen, die Stadt Bochum solle in Sachen Tierschutz Nachhilfe in Dortmund nehmen. Was ist dort passiert?

Michael Siethoff: In Dortmund gab es eine ähnliche Veranstaltung, das so genannte Gänseköppen. Dabei sollte, ebenfalls im Rahmen eines Volksfestes, einer toten Gans mit einem stumpfen Messer der Kopf abgetrennt werden. Das Ordnungsamt hat den Akteuren verboten, dafür ein echtes Tier zu nehmen – mit der Begründung, dass auch toten Tieren eine Würde zugestanden wird, die beinhaltet, dass man mit dem toten Tier nicht zur Volksbelustigung herumspielt und seinen Körper zerfleddert. Das Ritual des Gänseköpppens wurde außerdem als nicht mehr zeitgemäß bezeichnet.

Wie sollte das Gänsereiten denn künftig aussehen?

Michael Siethoff: Bei Schützenfesten wird doch auch kein echter Vogel von der Stange geschossen, und auch beim Kinder-Reiten gibt es die Möglichkeit mit dem Hufeisen. Das Ganze symbolisch darzustellen, das sollte doch eigentlich kein Problem sein.

Annette Wenzig

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26.01.2012
21:17
Jacke = Terrorist???
von Elly82 | #3

Da hat dieser Michael Siethoff also eine Jacke an, auf der etwas draufsteht. Dann wird noch ein Wort dazugepackt, eine eigene Interpretation wird zusammengebastelt, als Zutaten kommen dann noch Gewalt, Brandanschläge und Tod eines Menschen hinzu = fertig ist die Unterstellung. Haben sie ihn auch mal gesprochen und nicht nur gesehen? Kann helfen einen Menschen zu beurteilen, statt ihn feige und anonym über das Internet zu diffamieren!

27.12.2011
15:54
Terroristen unter dem Deckmantel des Tierschutz!
von informierter.zuschauer | #2

Diesen Michael Siethoff habe ich mal in einer Jacke mit der Aufschrift "Animal Liberation" gesehen. Dies lässt den Schluss zu, dass er ein Befürworter der sog. "Animal Liberation Front", einer in den USA als "Nationale Terroristengruppe" deklarierten Organisation, die für ihre gewaltsamen Aktionen bekannt ist.
Brandanschläge sind bei denen gängige Mittel und sogar der Tod eines Menschen oder eines Tieres wird billigend in Kauf genommen.
Und dieser Typ steht für eine Partei auf dem Landtagswahlzettel! Wo sind wir bitte gelandet? Übrigens ist die Oranisation "Die Tierbefreier" wie sie auf dem Foto zu sehen ist ebenfalls ein Supportverein der Ökoterroristen.

Tierschutz ist wichtig und richtig, aber nicht wie es fanatische Tierrechtler oder andere gewaltbereite Vereine machen.

01.05.2010
15:03
Tierschützer protestieren gegen Höntroper Gänsereiten
von Antonietta | #1

Unter dem Deckmantel des Karnevals: Gänsereiten:
In Anlehnung an ein Kriegstraining aus dem Mittelalter werden in Bochum auch heute noch Tierleichen zerfleddert. Für dieses gewaltverherrlichende Spektakel werden mehrere Gänse umgebracht und ihre Körper an einem Seil aufgehängt. Dann reiten die sogenannten Gänsereiter auf Pferden unter der an den Füßen aufgehängten Gans her und versuchen den Gänse-Kopf abzureißen. Ekelerregend und widerwärtig !!!!
Bei den Gänsereitern in Bochum-Höntrop und Bochum-Sevinghausen beruft man sich auf eine jahrhundertealte Tradition. Der Gänsereiter, der den Kopf der Königsgans letztlich abreisst und in der Hand hält, wird zum Gänsereiterkönig ausgerufen.
Was die Behörden in anderen Städten nach den Protesten von Tierfreunden unterbunden haben, ist in Bochum noch immer Realität - ein barbarisches Spektakel.

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