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Benefiz-Kunst

Tiere porträtieren für den guten Zweck

15.02.2016 | 10:05 Uhr
Tiere porträtieren für den guten Zweck
Die treibenden Kräfte hinter dem Benefiz-Projekt (v.l.): Roland Kuck, Dr. Bernd Gülker, Dirk Heine, Monika Wrobel-Schwarz und Dr. Tobias Schmitz im Kunst- und Galeriehaus Wattenscheid, wo die „Animalia 3“ Ausstellung stattfinden wird.Foto: Gero Helm

Wattenscheid.  Ausstellung „Animalia 3“ im Kunst- und Galeriehaus wird um Benefizaktion ergänzt. Erlöse gehen zu gleichen Teilen an acht Tierheime im Revier und die Förderung von Künstlern auf dem Sprung in die Professionalität. Haustierbesitzer können sich ab sofort mit Foto bewerben.

Zwei Erfolgsgaranten kombiniert der Kunstkreis Wattenscheid e.V.: Die dritte Auflage der „Animalia“- Ausstellung wird 2016 mit einer Benefizaktion veredelt, die ihren Akteuren auf beiden Seiten der Leinwand zu Gute kommt.

Roland Kuck, Airbrush-Künstler von internationalem Renommee und Dozent am Institut für Ausbildung in bildender Kunst und Kunsttherapie (IBKK), kleidet seine wohltätige Projektarbeit „40 Bochumer Köpfe“ (2004) in neuen, animalischen Gewändern: „Wir laden Haustierbesitzer dazu ein, Fotos von ihren Tieren einzureichen, nach denen verschiedene Künstler dann Porträts anfertigen.“

Wattenscheid.
Tierhalter können Fotos einsenden

Haustierbesitzer und Künstler, die sich am Projekt beteiligen möchten, können sich ab sofort mit dem Ausrichter „Bund Internationaler Künstler“ (BIK) in Verbindung setzen. Telefonisch unter 02327/92870 oder postalisch an: Kunstzentrum Bochum, Lohrheidestraße 57, 44866 Bochum.

Für ein Porträt werden ein Foto in ausreichender Qualität (Minimum 150dpi/DinA4) sowie Namen und Adressen der Besitzer benötigt. Wünsche zu Format und Kunstbereich (Malerei, Airbrushdesign, Illustration oder Bildhauerei) können genannt werden. Der anschließende Kauf des Porträts ist keine Voraussetzung, ergänzt Kuck: „Natürlich hoffen wir aber, entsprechend viel abzusetzen, um eine anständige Summe spenden zu können.“ Spendenquittungen können vom BIK erstellt werden, Anmeldeschluss für Tierhalter ist Anfang September.

Die beteiligten Künstler profitieren wiederum durch die Präsentation ihrer Arbeiten, auch innerhalb eines begleitenden Kataloges. Zudem veranstaltet das IBKK am 30. April/1. Mai ein kostenloses „Malwochenende“ für die Kunstschaffenden, an dem Zwischenergebnisse präsentiert und mit anderen Künstlern sowie Dozenten besprochen werden.

Die ersten drei Porträts, zwei Hunde und ein Hase, sind bereits vollendet.

Haustier als Kunstwerk

Die Werke (ca. 40-50) werden Teil der Ausstellung und können gegen eine „Mindestspende von 150 Euro von den Besitzern als einmaliges Unikat erworben werden“, erklärt Initiator Kuck. Der Erlös geht zu gleichen Teilen an acht Tierheime im Revier – u.a. an den Tierschutzverein Wattenscheid – sowie an das gemeinnützige Kunst- und Galeriehaus zur Förderungen von Künstlern auf dem Sprung in die Öffentlichkeit. Neben dem finanziellen Aspekt möchten Kuck und das Team des Kunstzentrums den Fokus auf die schwierige Situation der Tierheime richten: „Es sieht leider nirgends wirklich gut aus, das Geld fehlt. Ein erster, großer Schritt unserer Benefizaktion ist es, Aufmerksamkeit zu erzeugen.“ Im zweiten Schritt erhofft man sich durch gute Beteiligung eine möglichst hohe finanzielle Unterstützung, um artgerechte Haltung und Pflege der Tiere zu ermöglichen.

Kuck selbst hat sowohl privat (zwei Hunde-Adaptionen) als auch während seiner aktuellen Projektrecherchen ein umfassendes Bild über den unbefriedigenden Zustand erhalten. „Obwohl die Heime überfüllt sind, ist auch Überzüchtung noch ein Problem.“ Um Lösungen zu liefern, haben sich die Kunstschaffenden prominente Helfer gesichert: „Hundeprofi“ Martin Rütter (u.a. Vox) und Esther Münch („Waltraud Ehlert“) unterstützen das Projekt, weitere Kontakte werden geknüpft.

Zudem haben schon ein Dutzend Künstler aus den Bereichen Malerei, Airbrushdesign, Illustration und Bildhauerei ihre Teilnahme zugesagt: „Alle verzichten natürlich auf ihr Honorar“, verdeutlicht Kuck, der selbst die Airbrush-Pistole zückt. Pro Porträt ist mit einem „absoluten Minimum von 15 Stunden Arbeitszeit“ zu rechnen, geht man von „wohnzimmertauglichen Formaten aus“.

Je nach Nachfrage wird „Animalia 3“ (Vernissage voraussichtlich Anfang November) auf die Flure der Akademie ausgedehnt. Die involvierten Tierschutzvereine erhalten eine Plattform für ihr Wirken.

Timo Gilke

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2016-02-15 10:05
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