Tiere porträtieren für den guten Zweck

Die treibenden Kräfte hinter dem Benefiz-Projekt (v.l.): Roland Kuck, Dr. Bernd Gülker, Dirk Heine, Monika Wrobel-Schwarz und Dr. Tobias Schmitz im Kunst- und Galeriehaus Wattenscheid, wo die „Animalia 3“ Ausstellung stattfinden wird.
Die treibenden Kräfte hinter dem Benefiz-Projekt (v.l.): Roland Kuck, Dr. Bernd Gülker, Dirk Heine, Monika Wrobel-Schwarz und Dr. Tobias Schmitz im Kunst- und Galeriehaus Wattenscheid, wo die „Animalia 3“ Ausstellung stattfinden wird.
Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Ausstellung „Animalia 3“ im Kunst- und Galeriehaus wird um Benefizaktion ergänzt. Erlöse gehen zu gleichen Teilen an acht Tierheime im Revier und die Förderung von Künstlern auf dem Sprung in die Professionalität. Haustierbesitzer können sich ab sofort mit Foto bewerben.

Wattenscheid..  Zwei Erfolgsgaranten kombiniert der Kunstkreis Wattenscheid e.V.: Die dritte Auflage der „Animalia“- Ausstellung wird 2016 mit einer Benefizaktion veredelt, die ihren Akteuren auf beiden Seiten der Leinwand zu Gute kommt.

Roland Kuck, Airbrush-Künstler von internationalem Renommee und Dozent am Institut für Ausbildung in bildender Kunst und Kunsttherapie (IBKK), kleidet seine wohltätige Projektarbeit „40 Bochumer Köpfe“ (2004) in neuen, animalischen Gewändern: „Wir laden Haustierbesitzer dazu ein, Fotos von ihren Tieren einzureichen, nach denen verschiedene Künstler dann Porträts anfertigen.“

Haustier als Kunstwerk

Die Werke (ca. 40-50) werden Teil der Ausstellung und können gegen eine „Mindestspende von 150 Euro von den Besitzern als einmaliges Unikat erworben werden“, erklärt Initiator Kuck. Der Erlös geht zu gleichen Teilen an acht Tierheime im Revier – u.a. an den Tierschutzverein Wattenscheid – sowie an das gemeinnützige Kunst- und Galeriehaus zur Förderungen von Künstlern auf dem Sprung in die Öffentlichkeit. Neben dem finanziellen Aspekt möchten Kuck und das Team des Kunstzentrums den Fokus auf die schwierige Situation der Tierheime richten: „Es sieht leider nirgends wirklich gut aus, das Geld fehlt. Ein erster, großer Schritt unserer Benefizaktion ist es, Aufmerksamkeit zu erzeugen.“ Im zweiten Schritt erhofft man sich durch gute Beteiligung eine möglichst hohe finanzielle Unterstützung, um artgerechte Haltung und Pflege der Tiere zu ermöglichen.

Kuck selbst hat sowohl privat (zwei Hunde-Adaptionen) als auch während seiner aktuellen Projektrecherchen ein umfassendes Bild über den unbefriedigenden Zustand erhalten. „Obwohl die Heime überfüllt sind, ist auch Überzüchtung noch ein Problem.“ Um Lösungen zu liefern, haben sich die Kunstschaffenden prominente Helfer gesichert: „Hundeprofi“ Martin Rütter (u.a. Vox) und Esther Münch („Waltraud Ehlert“) unterstützen das Projekt, weitere Kontakte werden geknüpft.

Zudem haben schon ein Dutzend Künstler aus den Bereichen Malerei, Airbrushdesign, Illustration und Bildhauerei ihre Teilnahme zugesagt: „Alle verzichten natürlich auf ihr Honorar“, verdeutlicht Kuck, der selbst die Airbrush-Pistole zückt. Pro Porträt ist mit einem „absoluten Minimum von 15 Stunden Arbeitszeit“ zu rechnen, geht man von „wohnzimmertauglichen Formaten aus“.

Je nach Nachfrage wird „Animalia 3“ (Vernissage voraussichtlich Anfang November) auf die Flure der Akademie ausgedehnt. Die involvierten Tierschutzvereine erhalten eine Plattform für ihr Wirken.