Stadtbild erleidet großen Schaden

Zum WAZ-Bericht „Abbruch des Denkmals genehmigt“ (vom 28. März) nimmt Klaus-Peter Hülder, UWG-Bezirksfraktion, Stellung. Er schreibt in einem Bericht, der der WAZ vorliegt: „Nun ist es also soweit: Das denkmalgeschützte Haus Gertrudisstraße 20 (erbaut 1629) kann abgerissen werden. Und, die örtliche Politik und die an Denkmalschutz und Stadtgeschichte interessierte Öffentlichkeit muss zuschauen, wie ein für Wattenscheid und die Region wichtiges Gebäude durch verantwortungsloses Handeln bzw. bewusst unterlassene Maßnahmen zum Erhalt des Gebäudes zerstört wird.“

Damit erleide, so Hülder weiter, das Wattenscheider Stadtbild großen Schaden. Man müsse offenbar nur lange genug warten, um sich aus der Verantwortung für ein Denkmal stehlen zu können. Mit der Abrissgenehmigung, die nach Lage der Dinge wohl nicht zu vermeiden gewesen sei, werde auch der Gedanke des Denkmalschutzes schwer beschädigt. Hülder wörtlich: „Der Denkmalschutz hatte es in Bochum immer schwer. So ist das Haus Old Wattsche 9 (erbaut 1609) erst durch Eingreifen des damaligen Landesministers Zöpel gerettet worden.“

Seit Beginn der Legislatur sei nicht mehr Kultur-, sondern der Grundstücksausschuss für Denkmäler zuständig. „Die UWG wird keine Ruhe geben, um dem Denkmalschutz jenen besonderen Rang zu verschaffen, der für Stadtbild und Stadtgeschichte unverzichtbar ist.“

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