Stadt will Gespräch mit Firma Bereket suchen

Um ein Wohn-Gewerbe-Mischgebiet handelt es sich im Bereich Mausegatt/Dickebankstraße/Alte Ziegelei. Stadtpressesprecher Thomas Sprenger auf WAZ-Anfrage: „Gewerbe ist hier natürlich zulässig, aber die Menschen dort müssen auch nachts schlafen können.“ Hier bestehe eindeutig ein Interessenskonflikt zwischen den Anwohnern, dem Sportverein SW 08 und der Großbäckerei, der Firma Bereket, sieht Sprenger die Problematik. Die Untere Lärmschutzbehörde Hagen, der auch die Stadt Bochum angegliedert ist, habe Messungen angestellt und herausgefunden, dass die Lärmgrenzen durch Bereket – insbesondere nachts – deutlich überschritten worden seien.

Sport-Angebot muss Bestand haben

Auch mit dem Sportverein habe die Stadt gesprochen und vereinbart, dass Untervermietungen so nicht mehr möglich seien und auch die Lautsprecherdurchsagen leiser einzustellen seien. Sprenger: „Natürlich sieht die Stadt ganz klar den Schutz der Anwohner.“ Gleichfalls wichtig sei aber auch, dass die sportliche Arbeit und das Angebot auf dem Platz Dickebankstraße Bestand habe und erhalten bleibe.

Überdies sei die Kommune sehr stark daran interessiert, dass Bereket als Firma mit 200 Mitarbeitern am Standort Bochum verbleibe. Sprenger: „Die Wirtschaftsförderung will und wird unbedingt mit Bereket im Gespräch bleiben, und versuchen, mit dem Betrieb gute Alternativen – oder auch Standorte – zu finden.“