Stadt sichert Bürgerbeteiligung zu

Die Sportanlage Dickebankstraße
Die Sportanlage Dickebankstraße
Foto: Hans Blossey

Wattenscheid.. In der Diskussion über die Planungen zur Sportanlage Dickebankstraße/Firmenerweiterung sichert die Stadt eine Öffentlichkeitsbeteiligung mit Bürgerversammlung zu.

Die Großbäckerei Bereket möchte wie berichtet der Stadt rund 11}000 Quadratmeter der Sportanlage zur Firmenerweiterung abkaufen. Das Geld soll in den Bau eines Kunstrasenplatzes fließen, den der Verein SW Wattenscheid 08 seit langem wünscht.

Anwohner befürchten allerdings u.a. weitere Immissions- und Emissionsprobleme. Die neu gegründete Bürgerinitiative „Alte Ziegelei / Geitlingstraße / Dickebankstraße“ bat die Stadt in einem Schreiben „um einen zeitnahen und vor der Erstellung des Bebauungsplans liegenden moderierten Termin mit allen Beteiligten und den zuständigen Ämtern“. Eine Antwort der Stadt erhielt die Bürgerinitiative dann einige Tage später.

Gesetzliche Regelungen

„Dieser Planungsprozess steht erst am Anfang, das heißt die Rahmenbedingungen werden zurzeit geprüft. Es liegen auch noch keine konkreten Pläne zum Ausbau des Betriebes vor. Mögliche Auswirkungen können daher zum jetzigen Zeitpunkt nicht beurteilt werden“, so Martin Dabrock vom Stadtplanungsamt. „Die Verfahren unterstehen grundsätzlich den gesetzlichen Regelungen zum Immissionsschutz. Dieses gilt einerseits für das Baugenehmigungsverfahren zur Anpassung des Sportplatzes und andererseits für eine Betriebserweiterung, die nur im Rahmen einer Bebauungsplanänderung zugelassen werden kann.“ Im Rahmen der weiteren Planung soll eine Öffentlichkeitsbeteiligung stattfinden, mit öffentlicher Bürgerversammlung und einem Aushang im Technischen Rathaus sowie der Bezirksverwaltungsstelle. Das war auch Tenor in der Sitzung der Bezirksvertretung Anfang Dezember.

Martin Dabrock weiter: „Damit die Planung mit ihren Auswirkungen jedoch konkret dargestellt werden kann, sind weitere Planungsarbeiten erforderlich. Diese werden in den nächsten Monaten erarbeitet und anschließend der Öffentlichkeit vorgestellt und diskutiert.“

Der Fußballverein Schwarz-Weiß Wattenscheid hofft schon seit längerer Zeit auf einen Kunstrasenplatz, der würde das sportliche Angebot durch mehr Kontinuität verbessern, weil weniger Training oder Spiele ausfallen bzw. verschoben werden müssten. Auf dem bestehenden Rasenplatz und dem Hartplatz ist die Entwässerung nicht mehr in Ordnung, die zu sanieren wäre. Der Stadt fehlte es allerdings bislang an Geld für Kunstrasen.