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Stadt lässt Bäume pflanzen

29.02.2016 | 12:00 Uhr
Stadt lässt Bäume pflanzen
Auch an der Bahnhofstraße wurden neue Bäume gepflanzt.Foto: Gero Helm

Wattenscheid. 29 junge Linden stehen jetzt an der Dickebankstraße. Die Linden gehören zu rund 440 Bäumen, die die Stadt Bochum bis zum Frühjahr pflanzen will.

Die Verwaltung arbeitet in diesem Rahmen an einem „Stadtbaumkonzept“: „Sturm ,Ela’ hat im Juni 2014 einen traurigen Anblick an der Dickebankstraße hinterlassen. Nach und nach kann jetzt die Allee aber wieder wachsen und ihren alten Charakter annehmen“, schildert Ratsmitglied Deborah Steffens (SPD). Die Bäume an der Dickebankstraße haben einen Stammumfang von 30 bis 35 Zentimetern und sind fünf bis sechs Meter hoch.

437 Bäume werden bis zum Frühjahr noch gesetzt oder sind in diesen Wochen gepflanzt worden, so wie jetzt an der Dickebankstraße. Größter einzelner Standort ist die Bahnhofstraße (65 Bäume), gefolgt vom Waldring/Steinring (56 Bäume). Dann kommt schon die Dickebankstraße mit 29 neuen Bäumen. Insgesamt sind seit „Ela“ fast 3800 Bäume neu gepflanzt worden. Die Verwaltung sieht ein „Stadtbaumkonzept“ vor, so der Arbeitstitel. Laut einer aktuellen Mitteilung an den Umweltausschuss soll das eine Erweiterung des derzeitigen Nachpflanzkonzeptes werden. 2016 stehen dem Umwelt- und Grünflächenamt dafür rund 340 000 Euro zu Verfügung.

Die „Ela“-Sturmböen mit Windstärken von elf und zwölf griffen vor allem in die voll belaubten Bäume und brachten in der Sturmnacht allein an den Straßen rund 450 Bäume zu Fall. Die Bäume wurden oftmals komplett entwurzelt.

Durch die Mitarbeiter des Technischen Betriebs wurden zur Schadensbeseitigung bis Dezember 2015 rund 151 500 Stunden geleistet, was einem Kostenvolumen von etwa 8 335 000 Euro entspricht. Die Aufwendungen für die zusätzliche Anmietung von Fahrzeugen und Maschinen beziffern sich auf insgesamt circa 430 000 Euro. Das Umwelt- und Grünflächenamt beauftragte zur Unterstützung der zeitnahen Gefahrenbeseitigung in Ergänzung der Arbeiten des Technischen Betriebs seit August 2014 externe Fachunternehmen mit verkehrssichernden Arbeiten. Das Auftragsvolumen beläuft sich dabei auf insgesamt 13,9 Mio. Euro.

Die entstandenen Baumschäden und –verluste haben ein bis dato unbekanntes Ausmaß erreicht, wie die Stadt bilanziert. So mussten im öffentlichen Raum bis zu 14 500 Bäume gefällt werden bzw. sind in der Sturmnacht gefallen, weitere rund 30 000 Bäume mussten baumpflegerisch bearbeitet werden. Der bilanzielle Schaden durch die verloren gegangenen Bäume beläuft sich auf rund 5,5 Mio. Euro. Die Landesregierung hat im Zusammenhang mit der Sturmschadenbeseitigung eine pauschalierte Finanzhilfe von 2,28 Mio. Euro gewährt, zudem seien viele Spenden geleistet worden.

Aus ökologischer Sicht fatal

Die laufenden Baumkontrollen im Straßenbegleitgrün zeigen momentan etwa 700 geschädigte Bäume auf, die noch zu bearbeiten sind, zudem seien noch gut 1 500 vermutlich auf den Sturm zurückzuführende Schäden an Bäumen zu bearbeiten.

„Ela“ war aus ökologischer und ökonomischer Sicht fatal: „Die durch den Sturm verursachten Schäden im Bereich „Grün“ werden noch über Jahre im Stadtbild und den städtischen Grünanlagen sichtbar sein. Die Wiederherrichtung und die dafür benötigte Zeit ist stark abhängig von verfügbaren finanziellen und personellen Ressourcen“, teilt die Verwaltung mit.

Redaktion

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2016-02-29 12:00
Wattenscheid