Stadt Bochum soll Tuning-Szene am Dückerweg bremsen

Die Tuning-Szene trifft sich am Dückerweg.
Die Tuning-Szene trifft sich am Dückerweg.
Foto: Ingo Otto / WAZ FotoPool
Städtische Maßnahmen am Dückerweg und an angrenzenden Straßen werden überprüft. Ein schwacher Trost für die Anwohner: Die beschweren sich seit langem.

Bochum-Wattenscheid.. Die Raser-/Tuningproblematik im Bereich Dückerweg, Fritz-Reuter- und angrenzender Straßen sorgt seit Jahren für Wirbel. Passiert ist bisher aber nichts. „Die Stadt muss endlich was tun“, sagt Anwohner Manfred Quint. Die im vergangenen Jahr zugesagte Bürgerversammlung kam bis jetzt nicht zustande. Rechtzeitig zum Frühjahr/Sommer, wenn die Fans getunter Autos verstärkt in Erscheinung treten, solle eine Lösung her, denn „es besteht weiterhin Handlungsbedarf.“

Tenor in der Bezirksvertretung war, dass gegen die Dauerproblematik Dückerweg etwas getan werden muss. Ein Vorschlag lautete, für die Fritz-Reuter-Straße zwischen Ridder- und Westenfelder Straße Tempo 30 vorzusehen. Ein Beschluss dazu wurde allerdings noch nicht gefasst, zunächst sollte eine Bürgerversammlung stattfinden – mit Anwohnern sowie Vertretern von Polizei, Stadt und dortigen Firmen (Imbissketten und D&W). Denn diese Problematik soll im Zuge einer großen Lösung mit mehreren Maßnahmen angegangen werden.

Anwohner sind genervt

In einer Anfrage für die Sitzung am 3. März hakt die Wattenscheider Bezirksvertretung nun nach, warum die Verwaltung bisher beim Thema Tempo 30/Bürgerversammlung untätig geblieben sei. Die Antwort: „Die Abstimmungen zwischen der Bezirksverwaltungsstelle und der Stadtverwaltung über die Durchführung einer Bürgerversammlung oder eines runden Tisches zum gesamten Themenkomplex ,Tuning-Szene Dückerweg’ sind noch nicht abgeschlossen. Sobald eine endgültige Entscheidung getroffen ist, wird die Bezirksvertetung darüber informiert.“

Ein schwacher Trost für die Anwohner. Die beschweren sich seit langem über quietschende Reifen, Motorenlärm, laute Musik, Autorennen an Freitag- und Samstagabenden. Das sei nicht nur gefährlich, sondern störe die Nachtruhe extrem, wenn Fahrer getunter Autos ihre Runden drehen über die Strecke zwischen Bahnhof, Fritz-Reuter-Straße und Parkplatz Dückerweg. Mit Schließung der Tuningtreffs in anderen Städten sei es hier noch schlimmer geworden. Anwohner fordern mehr Polizeikontrollen und Tempo senkende Maßnahmen. Oder den Parkplatz Dückerweg größtenteils nach Geschäftsschluss zu sperren.

Polizei führte mehrere Kontrollen durch

Die Polizei führte schon mehrere Einsätze und Kontrollen durch, offen und verdeckt. Rennen sind dabei laut Polizei aber nicht festgestellt worden, die Zahl der Raser halte sich in Grenzen. Und der Motorenlärm getunter Autos könne zwar nervend sein, doch nur selten würden gesetzliche Grenzwerte überschritten. Weiterhin würden Kontrollen durchgeführt.

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