Sportfreunde Westenfeld räumen Platz selbst auf

Aufräumaktion des Vereins auf der Platzanlage in Westenfeld.
Aufräumaktion des Vereins auf der Platzanlage in Westenfeld.
Foto: privat

Wattenscheid.. Das Pfingstunwetter „Ela“ hatte auch den Sportplatz Westenfeld hart getroffen. Äste und Bäume bedeckten den Rand der Platzanlage am Sportzentrum Westenfeld. Die Mitglieder der Sportfreunde Westenfeld wollten zwar sofort aufräumen, hielten sich aber an die Platzsperre der Stadt; aus Verkehrssicherungsgründen dürften auch keinerlei Arbeiten der Vereine erfolgen.

Dieser Zustand hielt trotz mehrfacher Nachfragen über Wochen an.

„Weiterhin sollten sich, laut Aussage des Sportamtes, Spezialisten die jeweiligen Sportanlagen ansehen und eine Wertung abgeben. Bei uns scheinen keine gewesen zu sein, denn bis zuletzt beharrte das Amt darauf, dass unser Eingangsbereich nicht nutzbar wäre, was aber nicht stimmte“, so SF-Geschäftsführer Frank Röhling. „Fraglich ist auch wie bewertet wurde, denn unsere Platzanlage wird auch von drei Schulen genutzt, dadurch hätte die Platzanlage in der Priorisierung nach oben rutschen müssen.“ Bei den weiterhin gesperrten Sportplätzen war auch eine Nutzung der Vereinsheime nicht möglich.

„Wieder versuchten wir telefonisch einen Räumungstermin zu erfragen, bekamen aber keinen, sondern stattdessen die ergänzende Aussage zur Mail, dass, wenn wir unser Vereinsheim betreten würden, was ohne Gefahr möglich gewesen wäre, wir mit einer Anklage wegen Hausfriedensbruch zu rechnen hätten. Tschüss Vereinsleben, tschüss geselliges WM-Viewing.“ Viele Telefonate und fünf Wochen nach dem Sturm dann die Wendung. „Wir durften in Eigenregie die Platzanlage räumen. Am 12. Juli haben wir mit 25 Vereinsmitgliedern und zwei Leuten der Freiwilligen Feuerwehr die Bäume zersägt und das Laub zusammengefegt. Den Rest, was bis dato nicht passiert ist, wollte die Stadt erledigen.“

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