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Soziales von der Pike auf gelernt

13.02.2012 | 18:17 Uhr
Soziales von der Pike auf gelernt
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Ein Neuer wird künftig die Fäden in der Hand halten, die Strippen ziehen zwischen Mitarbeitern und Geschäftsführung. Obwohl auch er im Sozialwesen wahrlich ein alter Hase ist. Kurzum: Wolfgang Ruhl, bisheriger Bereichsleiter des Jobcenters im Rathaus, geht am Aschermittwoch in den Ruhestand. Der 60-Jährige, ein Wattenscheider Urgestein, übergibt die Aufgaben weiter an Roland Bröge.

Bröge, wohnhaft in Langendreer, ist, wie Ruhl auch, jemand, der die Arbeit im Sozialbereich von der Pike auf kennt. Mit 15 Jahren kam er zur Stadtverwaltung in die Lehre. Stationen wie Sozialamt, Arge und schließlich Jobcenter, wo er zuletzt als Teamleiter tätig war, sind für den 52-Jährigen keine hohlen Begriffe. Er kennt viele Mitarbeiter, lernt jetzt noch mehr kennen, und weiß um die Sorgen, Nöte, Belange, Anliegen und auch Rechte der Kunden.

Der Grundsatz, die Basis der Arbeit, ist das Sozialgesetzbuch II. Daraus ergeben sich die Richtlinien für Menschen, die eine Arbeit suchen oder Leistungsempfänger nach Hartz IV sind. Bröge wird, wie bisher auch Ruhl, seinen Hauptsitz im Altbau des Wattenscheider Rathauses haben. Doch ist er als Bereichsleiter auch für die dezentralen Jobcenter in Linden und Gerthe zuständig.

Wolfgang Ruhl hat seinen Nachfolger eingearbeitet, ihn auf die Wattenscheider Belange aufmerksam gemacht. Da Bröge aber nicht neu im Geschäft ist, weiß er genau, „dass das Wichtigste das Gespräch mit den Mitarbeitern ist.“ Und: „Wir sind ein Dienstleistungsunternehmen, aber auch die Exekutive, die Ausführende.“ Seiner Ansicht nach, die er mit seinem Vorgänger unbedingt teilt, müsse die Betonung auf „Dienstleistung“ liegen. Nah am Kunden und dessen Bedürfnissen.

In den vergangenen Jahren, seit Einrichtung der Arge im im Rathaus-Altbau in 2005, hat sich viel getan. Früher habe man sich an den Öffnungszeiten des Sozialamts orientiert. Das ist längst anders. Zudem bekommen die Kunden heute Termine und müssen nicht mehr unnötig lange warten. Zuerst geht der Leistungsempfänger zur Info-Theke im Erdgeschoss und zur angegliederte Leistungsabteilung, sozusagen für die „grobe Vorbesprechung“. Dann wird er weiter geleitet, um das Kleinteilige, das Individuelle zu besprechen. Hier stehen die Leistungsabteilung und das Vermittlerteam im ersten Obergeschoss bereit. Im Dachgeschoss befindet sich ebenfalls die Vermittlung und das Fall-Management, Mitarbeiter, die die Kunden mit Vermittlungshemmnissen oder länger Arbeitslose betreuen.

Bröges Team in WAT umfasst 50 Mitarbeiter, davon sieben allein in der ersten Anlaufstelle im Erdgeschoss, 25 in der Leistungsabwicklung und 15 in der Vermittlung, der Rest im Fall-Management.

Ellen Wiederstein

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Kommentare
14.02.2012
15:47
Soziales von der Pike auf gelernt
von paul26 | #1

Ich hoffe der neue "Amtsleiter" bekommt seinen Laden in den Griff.
Das "Dienstleistungsunternehmen" werden wir beobachten ob es funktioniert.
Bisher klappt dies nicht. Die Teamleiter sind in der Pflicht.

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