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Sicher durch den Alltag kommen

17.01.2016 | 17:28 Uhr
Sicher durch den Alltag kommen
Beratung durch Wolfgang Steiner und Eduard Hoffmann am Bebel-Platz.Foto: Gero Helm

Die Seniorensicherheitsberater machen mobil: Dazu standen nun Eduard Hoffmann und Wolfgang Steiner am August-Bebel-Platz, informierten Wartende an der Haltestelle, wie ältere Menschen sicher durch den Alltag kommen. Egal, ob zu Hause, unterwegs im Straßenverkehr oder in den öffentlichen Verkehrsmitteln.

„Wir können im Rahmen solcher Aktionen unterschiedliche Themen natürlich nur anreißen, keine konkreten Beratungen vornehmen“, erklärt Hoffmann (67). So stellten die Seniorensicherheitsberater, die im Auftrag von Polizei und Bogestra am August-Bebel-Platz waren, sich und ihr Tätigkeitsfeld größtenteils vor. Ansonsten hatten Passanten, die das Gespräch überwiegend gerne suchten, viele Fragen mitgebracht. „Die Silvesternacht von Köln hat die Menschen in Sicherheitsfragen sensibilisiert“, sagte Steiner (64). „Sie wollen wissen, wie sie sich entsprechenden Situationen verhalten sollen, wie Pfeffersprays oder ein Schrillalarm eingesetzt werden können.“

Zudem sei Steiner, früher selbst bei der Polizei, häufiger auf die Möglichkeiten des Einbruchschutzes angesprochen worden. Auch Bettelbriefe seien derzeit vermehrt in der Wattenscheider Innenstadt im Umlauf; ebenso ein Thema der Seniorensicherheitsberater. An der Haltestelle hatten sie auch Informationen über das sichere Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln im Gepäck.

„Mobile Senioren im Nahverkehr“ heißt dazu das Standardwerk der Bogestra. Darin enthalten sind Tipps, vom richtigen Einstieg über die sichere Platzwahl bis hin zum Abstellen von Rollator oder Tragetaschen.

Auch Taschendiebe seien in den Fahrzeugen nicht auszuschließen. Daher empfiehlt das Unternehmen, nur das nötigste in die Geldbörse zu packen. Bargeld, EC- oder Kreditkarten sollten verteilt am Körper getragen werden. In Menschenmengen oder bei Gedränge sollten Wertsachen und Taschen noch mehr beachtet werden, wobei Handtaschen grundsätzlich mit der Verschlussseite zum Körper und geschlossen zu tragen sind. Weitere Flyer der Seniorensicherheitsberater machten Rauchmelder, den Enkeltrick oder generell den Schutz älterer Menschen vor Kriminalität im Alltag zu Thema.

Darüber und über weitere Probleme, die Senioren im Alltag betreffen, informieren die Seniorensicherheitsberater regelmäßig in ausführlichen Gesprächen. Hoffmann und Steiner besuchen dazu Seniorenveranstaltungen in Begegnungsstätten, bei Vereinen, auf Wunsch suchen sie Bürgerinnen und Bürger auch zu Hause auf. „Dort können wir dann die Gespräche fortsetzen, die an der Haltestelle schnell mal unterbrochen werden, wenn der Bus kommt“, kündigte Hoffmann an. So sei der Einsatz am August-Bebel-Platz auch eine Art Werbung gewesen. „Wobei wir eigentlich keine Werbung mehr bräuchten. Das Konzept der Seniorensicherheitsberater geht auf“, betonte Hoffmann.

Christopher Becker

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2016-01-17 17:28
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