Senioren-Schwimmen fällt ins Wasser
18.02.2010 | 15:36 Uhr 2010-02-18T15:36:00+0100
Wattenscheid. Der Rotstift der Stadt Bochum hat das nächste Opfer gefunden: Die Zuschüsse fürs Senioren-Schwimmen wurden ersatzlos gestrichen. Rückwirkend zum 1. Januar! Damit fallen die Kurse ab sofort aus.
12 000 Euro hat der Stadtsportbund (SSB) bisher jährlich erhalten, um die Kursleitung zu bezahlen. „Aus heiterem Himmel, ohne Vorwarnung teilte die Stadt mit, dass wir kein Geld mehr erhalten”, so Sonja Hoeck vom Bildungswerk des Landessportbund, das für den SSB das Seniorenschwimmen organisiert.
Durch das rückwirkende Streichen der Zuschüsse entfallen auch Gelder für bereits geleistete Kursleiterstunden im Jahr 2010. Damit die Helfer nicht leer ausgehen, hat der SSB diese Summe aus eigener Tasche beglichen. Hoeck: „Mehr ist aber nicht möglich.” Betroffen sind rund 300 bis 400 Senioren. Die Kurse wurden in Hallenbädern und in Seniorenwohnanlagen angeboten.
Die Höntroperin Christa Ebel, seit Jahren beim Seniorenschwimmen im Südpark dabei, schrieb einen Protestbrief an Stadt und Fraktionen. „Gerade für die Älteren bedeutet Schwimmen unter fachkundiger Anleitung Lebensqualität, Selbstvertrauen, soziales Miteinander, Förderung von Vitalität. Ausgerechnet hier will die Stadt nun ansetzen. Eine geringe Einsparung – mit großer negativer Wirkung.” Den Eintritt ins Hallenbad bezahlen die Senioren selbst, was vielen schwer falle; wichtig sei, „dass für die vom Stadtsportbund gestellte fachkundige Anleitung kein weiterer Beitrag gezahlt werden muss”, sagt die 68-Jährige. Die Teilnehmer sind bis zu 90 Jahre alt.
Keine Zuschüsse erhalten auch Kurse in Seniorenwohnanlagen, z.B. Vogelstraße/Luftschacht. Gymnastik im Wasser tue den Senioren gut, erklärt Sonja Hoeck, ein Wegfall hätte für die teils immobilen Bewohnern drastische Auswirkungen. Diese Kurse – bislang kostenlos angeboten – will der Stadtsportbund deshalb vorerst nicht stoppen und bezahlt die Kursleiter aus eigener Tasche – so lange es geht.
12:27
Wie engstirnig muss das Denkvermögen sein, um bei der Stadt Bochun „arbeiten“ zu können. Zum vernünftigen Betreiben der städtischen Bäder gehört natürlich auch ein attraktives Angebot. Diese Wassergymnastik für Senioren war ein solches Angebot, dass auch von sehr vielen genutzt wurde, Durch die Abschaffung dieses Angebotes wird natürlich die Kundschaft (Schwimmerinnen und Schwimmer) vergrault. Viele werden jetzt keine Eintrittskarten mehr kaufen und somit entfallen der Stadt dann diese Eintrittsgelder
20:51
Wo wird wieder gespart!! Bei den Jungen und den Alten. Seid 1969 gibt es das Senioren-Schwimmen. Hoffentlich setzten sich dafür mal ein paar Leute ein! Ich kann nur noch mit den Kopf schütteln.
19:57
Wie Blöd die Stadt hier wieder ist, so entfallen hier auch die einnahmen in den Bädern! Hauptsache es wird alles für die Kulturhaupstadt getan! Hätten Fläskes und Co in der Schule mal besser aufgepasst! Ne ne ne