Senioren miteinander vernetzen

Im Mai 2014 startete das neue Seniorenbüro Wattenscheid, v.l. Johannes Bielawa, Rita Kosthaus, Sylvia Hornung und Monika Robrecht.
Im Mai 2014 startete das neue Seniorenbüro Wattenscheid, v.l. Johannes Bielawa, Rita Kosthaus, Sylvia Hornung und Monika Robrecht.
Foto: WAZ FotoPool / Olaf Ziegler

Wattenscheid..  Durch den demografischen Wandel steigt die Zahl älterer Menschen. Deshalb starten Stadt, Seniorenbüro Wattenscheid und die ZWAR-Zentralstelle NRW ein neues Projekt: Das erste ZWAR-Netzwerk dieser Stadt wird in Höntrop gegründet (Abkürzung für „Zwischen Arbeit und Ruhestand“).

„Ziel ist es, hier Bürger ab 55 Jahren miteinander zu vernetzen, damit sie ihr Leben aktiv gestalten können, wenn die Arbeit getan ist und die Kinder aus dem Haus sind“, erklärt Monika Robrecht, Mitarbeiterin des Seniorbüros und zukünftige Begleiterin des Netzwerkes. Alle 2770 Höntroper zwischen 55 und 64 Jahren erhalten per Post eine Einladung zu der am 26. März geplanten Informations- und Gründungsveranstaltung (19-21 Uhr, Realschule Höntrop). Willkommen sind auch alle Höntroper, die nicht in diesem Alter sind, sich aber angesprochen fühlen.

Regelmäßige Treffen

Schon vorab werden Akteure im Quartier, Vertreter der Höntroper Vereine, Verbände und Initiativen informiert: am 19. Februar von 19 bis 20.30 Uhr in der Kleingartenanlage Gaststätte Vogelsang, In der Mecklenbecke 12. „Wir möchten bewusst nicht in Konkurrenz zu Vereinen oder bestehenden Angeboten in Höntrop treten, sondern ihr Angebot ergänzen“, betont Monika Robrecht.

Das Höntroper Netzwerk trifft sich ab 16. April alle 14 Tage donnerstags von 19 bis 20.30 Uhr in der KGV-Gaststätte Vogelsang. Im ersten Jahr wird es von Monika Robrecht und Sylvia Hornung vom Seniorenbüro Wattenscheid begleitet. „Wir setzen den Rahmen, moderieren, begleiten das Kennenlernen und die Planung der Aktivitäten“, so Sylvia Hornung, die mit den Teamkollegen der Stadt und des Caritasverbandes das Projekt ins Leben gerufen hat.

Ganz bewusst werden den Teilnehmern aber keine Angebote gemacht, es gibt auch keine Mitgliedsbeiträge oder Vereinssatzungen. Es geschehe nur, was die Menschen wünschen und organisieren. Das kann alles mögliche sein, von Radfahren, Wandern, Museumsbesuchen über Ausflüge, Städtereisen und Urlaube bis hin zu bürgerschaftlichem Engagement für den Stadtteil, für benachteiligte Menschen oder für die Dritte Welt. Die Netzwerke tragen auch zur Wiederbelebung der Nachbarschaft bei – durch gemeinsame Aktivitäten und gegenseitige Unterstützung in Alltagsdingen. Nach einem Jahr wird das Netzwerk selbstständig, bleibt aber Teil des NRW-weiten Verbundes. Das Vorhaben lebt vom Engagement der Teilnehmer.

Wattenscheids Bezirksbürgermeister Manfred Molszich hat die Schirmherrschaft über das Projekt übernommen: „Soziale Netzwerke können eine Antwort auf den demografischen Wandel sein und einen Stadtteil wie Höntrop ein Stück weit attraktiver machen.“

Die ZWAR-Zentralstelle mit Sitz in Dortmund – sie wird vom Land gefördert – als begleitender Projektpartner bringt 35 Jahre Erfahrung bei der Gründung solcher Netzwerke mit. „In Nordrhein-Westfalen gibt es über 150 solcher Netzwerke mit mehr als 1500 Projektgruppen“, sagt Paul Stanjek von der Zentralstelle in Dortmund; er ist Begleiter des Höntroper Netzwerkes.

Weitere Infos bei: Monika Robrecht (Seniorenbüro Wattenscheid, Propst-Hellmich-Promenade 29, Tel. 02327-946113, E-mail: Monika.Robrecht@caritas-bochum.de); Sylvia Hornung (Seniorenbüro Wattenscheid, Propst-Hellmich-Promenade 29, 02327-3281895, E-mail: SHornung@bochum.de); Paul Stanjek (ZWAR Zentralstelle NRW, Steinhammerstr. 3, 44379 Dortmund, 0231-961317 23, E-mail: pa.stanjek@zwar.org).