Seit 45 Jahren in Sessionen aktiv

Die Günnigfelder Blau-Weißen feiern ihr 45-jähriges Bestehen. Viele Gäste kamen gestern ins Wichernhaus.Foto:Gero Helm
Die Günnigfelder Blau-Weißen feiern ihr 45-jähriges Bestehen. Viele Gäste kamen gestern ins Wichernhaus.Foto:Gero Helm
Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Bezirksbürgermeister Molszich lobt die K.G. Blau-Weiß Günnigfeld als Stern am Karnevalshimmel. Stimmungsvolle Geburtstagsfeier im Wichernhaus

45 Jahre – und kein bisschen leise. Die Karnevalsgesellschaft Blau-Weiß Günnigfeld lud gestern um 11.11 Uhr zum Jubiläumsfest ins Wichernhaus in Günnigfeld. Und viele Jecken-Abordnungen kamen, um zum Geburtstag zu gratulieren. Mit dabei: das Wattenscheider Stadtprinzenpaar mit Adjutanten und Mariechen, der Festausschuss Wattenscheider Karneval, eine Delegation der Gü.-Ka.-Ge, die Kolpingsspielschar Höntrop, Vertreter der Gänsereiterclubs, der Watermänner, des Allgemeinen-Bürger-Schützenvereins (All.Bü.Schü.), der Bezirksverwaltungsstellenchef, der Bezirksbürgermeister, Vertreter aus der Politik, das 1. Alt Bochumer Landknechte-Fanfarencorps und viele närrische Freunde.

Ein Geburtstagsfest des Miteinanders, der Wertschätzung und der guten Stimmung. Bezirksbürgermeister Manfred Molszich lobte die K.G. Blau-Weiß als Gesellschaft, „die immer ein Stern am Karnevalshimmel war – und ist, jetzt bereits 45 Jahre lang.“ Stadtprinzessin Sabine I. (Knappe) bat den gesamten Blau-Weißen Elferrat auf die Bühne, um „Euch allen einen Orden zu verleihen.“ Im Anschluss lud die K.G. Blau-Weiß ihre Gäste zum Geburtstags-Buffet ein.

Ein Blick zurück in die Geschichte: Alles begann mit der Teilnahme als Turnvereinigung Günnigfeld-Hordel am Karnevalsumzug im Jahr 1969. Die Mitwirkenden entdeckten damit ihre närrische Ader und gründeten die K.G. Blau-Weiß Günnigfeld. Schon ein Jahr später wurden die Blau-Weißen Mitglied im Festausschuss Wattenscheider Karneval (FWK). Ab sofort nahmen die Günnigfelder Jecken an jeder karnevalistischen Veranstaltung im Einzugsbereich Wattenscheid teil. Auch das Vereins-Miteinander wuchs und gedieh prächtig, ob beim Erbsensuppenessen oder beim Wagenbauabschlussfest. Die herausragenden Mottowagen: Atomstrom 1978, Wattenscheid statt Bochum 1982 oder die NASA-Raumfahrt mit Ulf Merbold 1984.

Laut eigener Chronik durchbrachen die Blau-Weißen auch „bisher in Wattenscheid ungeschriebene Gesetze“. Mit Lore Simon, Vereinsmutter und Büttenrednerin, gab es in den 70ern eine Frau als Mitglied des Elferrates. Zum zehnjährigen Bestehen wurde gemeinsam mit der Kolpingsspielschar Höntrop die erste Gala-Sitzung in der Aula der Pestalozzi-Realschule auf die Beine gestellt. Zum 20-Jährigen wurde das erste Biwak im Volkspark Günnigfeld mit elf Böllerschüssen eröffnet. Das 35-Jährige feierte die K.G. Blau-Weiß mit fünf Gründungsmitgliedern und 220 geladenen Gästen.