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Seelsorger nimmt Abschied

07.01.2016 | 11:00 Uhr
Seelsorger nimmt Abschied
Kaplan Harald Hotop vor St. Gertrud, wo er Sonntag um 9.30 Uhr zum letzten Mal die Messe liest.Foto: Olaf Ziegler

Wattenscheid. Kaplan Harald Hotop verlässt die Hellwegstadt. Zum letzten Sonntagsgottesdienst mit ihm lädt die Gemeinde St. Gertrud am 10. Januar in die Propsteikirche ein. Bereits eine Woche später wird der 43-Jährige dann als Seelsorger in St. Lamberti Gladbeck eingeführt.

Nach über vier Jahren in Wattenscheid fällt dem Geistlichen der Abschied durchaus schwer. Besonders die Arbeit mit den Messdienern habe ihm viel bedeutet. „Ich konnte während meiner Zeit in der Gemeinde vor allem die Leiterrunde der Messdiener begleiten und habe dabei schnell gemerkt, dass die Jugendlichen von Bistumsseite hervorragend geschult werden. Wenn man ihnen dann den nötigen Raum gegeben hat, konnte sich ihre Kreativität voll entfalten“, blickt Hotop zurück. Insgesamt seien in der Gemeinde derzeit 30 Messdiener aktiv. Das volle Programm der Gruppe spreche für eine effektive Jugendarbeit, die der scheidende Kaplan für beispielhaft hält.

Präses der Kolpingsfamilie

Doch auch für die Kolpingsfamilie Zentral war Hotop im Einsatz. „Das war meine große Anlaufstelle für Bildungsveranstaltungen“, sagt er. Zudem seien über Kolping viele Besuchsdienste vermittelt worden, die der Geistliche erst dadurch wahrnehmen konnte. „Genauso gerne war ich auch im Altenheim St. Elisabeth, habe dort die Kommunion ausgegeben und mit den Senioren gesprochen. Generell lag mir die Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort am Herzen.“

Nun geht Hotop nach Gladbeck. Dort wird er natürlich auch im priesterlichen Dienst tätig sein, Messen lesen, Beerdigungen, Taufen sowie Haus- oder Wohnungssegnungen übernehmen. Zudem koordiniert er die Notfallseelsorge und ist tätig in der Akademie für Ehrenamtliche, die in sozialen Bereichen wie auch für den Wortgottesdienst schult.

Hotop freut sich auf die neuen Aufgaben. Denn in Gladbeck seien Entscheidungen über die Zukunft der Pfarrei bereits gefallen, die in der Alten Freiheit noch ausstehen. Das Ruhrbistum erwartet bis 2017 Reformvorschläge für die Gebäudestruktur, den Personalbedarf und die inhaltliche Ausrichtung der Kirche vor Ort. So soll zunächst etwa ein Drittel, bis 2030 die Hälfte des jetzigen Etats zusammengespart werden. „Unabhängig von der Pfarrei blockiert das fehlende Konzept die Planungen in allen Gemeinden“, betont Hotop. Mangelnde Absprachen unter den einzelnen Gemeinden in Wattenscheid seien dabei allerdings ein weiteres, zentrales Problem, das angegangen werden müsste. „Da kann ich nur noch viel Glück wünschen.“

Christopher Becker

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2016-01-07 11:00
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