Schuhe werden zu Kunstobjekten

Schuhe als Kunstobjekte. Schüler/innen der Jahrgangsstufe 8 haben ihre ganz eigenen Kreationen geschaffen.Foto:Ulrike Holthoff
Schuhe als Kunstobjekte. Schüler/innen der Jahrgangsstufe 8 haben ihre ganz eigenen Kreationen geschaffen.Foto:Ulrike Holthoff
Was wir bereits wissen
Gesamtschüler/innen designen Laufwerk auch unter Verbraucheraspekten

Schuhobjekte oder „Kunstunterricht der etwas anderen Art“. Die Jahrgangsstufe acht der Maria-Sibylla-Merian-Gesamtschule (MSM) ist im Unterrichtsfach „Kunst“ mal einen anderen Weg gegangen. Und das fast im Wortsinne: mit Schuhen sozusagen. Laut schulinternem Curriculums ist es vorgesehen, sich mit dem Thema „Design“ und „Designobjekten“ auseinander zu setzen. Die Klassen 8b und 8f der MSM sollten solche Objekte hinsichtlich ihrer praktischen, ästhetischen und symbolischen Funktion untersuchen. Als Beispielobjekt haben sie sich für den Schuh entschieden.

„Zu Beginn zeichneten wir Schuhe nach Originalen, suchten Fachbegriffe, betrachteten den Schuh im Wandel der Zeit und beschäftigten uns mit den Funktionen von Schuhen,“ teilen Schüler/innen der Klasse 8f der MSM mit. Und spenden ein Lob: „Unsere Kunstlehrerinnen Anke Droste und Ulrike Holthoff waren offen dafür.“

Wichtig war bei der Aktion auch, den Verbraucher als Regulator für Design (Aussehen und Gebrauchswirklichkeit) und die verschiedenen Designberufe zu berücksichtigen. Gegen Ende des Unterrichtsvorhabens „konnten wir mal etwas Ungewöhnliches realisieren“, so Lehrerin Holthoff. Durch die Spende eines Bochumer Schuhhauses ergab sich die Möglichkeit, aus ungetragenen neuen Schuhen Kunstobjekte zu erstellen. „Fantasien und Kreativität waren bei der Umgestaltung der Schuhe gefragt“, so Schüler und Lehrerin unisono. Die Ergebnisse hat das Schuhhaus inzwischen in seinem Geschäft und im Schaufenster ausgestellt. „Darüber freuen wir uns sehr“, so die Schüler. „Außerdem durften wir uns mit unserer Lehrerin die Ausstellung vor Ort ansehen. Das ist mal ein Kunstunterricht ganz anderer Art.“