Schüler für Umwelt sensibilisieren

Märkische Schüler diskutieren mit Moderator Benjamin Kühne ökologische Fragen.
Märkische Schüler diskutieren mit Moderator Benjamin Kühne ökologische Fragen.
Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Serv

Wattenscheid..  Die bundesweite Unesco-Umweltbildungskampagne „Fair Future II – Der Ökologische Fußabdruck“ machte am Donnerstag Station im Märkischen Gymnasium. Gut 900 Schüler aller Jahrgangsstufen beteiligten sich an diesem Projekttag, bekamen dabei Tipps, wie sie ihren Alltag umweltschonend gestalten.

Die Multivision „Fair Future II“, eine multimediale Präsentation, erläuterte das Konzept des Ökologischen Fußabdrucks und verdeutlichte die Auswirkungen der Globalisierung, des Ressourcenverbrauchs und des Klimawandels weltweit. Es wurden aber nicht nur Probleme aufgezeigt, sondern auch Lösungen angeboten. Zusammen mit Moderator Benjamin Kühne diskutierten etwa Jugendliche der Mittelstufe darüber, wie sie ihr persönliches Umfeld, ihren Tagesablauf nachhaltig und fair angehen können.

Geteiltes Echo

Themen waren dabei konkret erneuerbare Energien, aber auch für die Schüler durchaus polarisierende Empfehlungen, wie auf neue Smartphones zu verzichten, so lange das alte noch intakt sei. Höher, schneller, weiter – das müsse nicht immer sein. Zugunsten der Umwelt, wie Kühne betonte. „Aber auch ihr gewinnt dabei: nämlich Zeit. Und spart Ressourcen.“

Erstmals führte das Märkische Gymnasium einen solchen Projekttag durch, mit unterschiedlicher Resonanz unter den Schülern. Emily Weidle (14) aus der 9d sagte anschließend: „Wir haben in der Familie schon immer versucht, auf Nachhaltigkeit zu achten. Ich gehe zu Fuß zur Schule, wir kaufen nicht zu viel ein. Deswegen nehme ich mir auch noch einen Flyer mit.“ Darin können die Schüler nachlesen, wo sie weitere Informationen zu den angesprochenen Themen finden.

Paula Baginski (14) aus der 8a schilderte allerdings auch: „Wir haben Neues erfahren, zum Beispiel, wie viel Energie wir täglich verbrauchen. Aber eine einzelne Person kann daran gar nichts ändern – erst recht nicht als Kind.“

Die Jahrgangsstufe sechs hatte sich bereits im Vorfeld Gedanken über Umwelt und Globalisierung gemacht, dazu eine Themenwand erarbeitet, die unter anderem ein Kochbuch und Fair-Trade-Tipps mit auf den Weg gab. Weitere Klassen werden den Projekttag nun nachbereiten.

Die betreuenden Lehrerinnen Anke Matthes und Alexandra Rettich setzen dabei auf praktische Beispiele. „Woher kommt eigentlich die eigene Jeans?“, könnte eine Leitfrage sein. Zudem soll geklärt werden, wie das Schulleben umweltbewusster ausfällt. Wodurch wiederum die Chancen steigen, dass die Schüler dann auch diese Erkenntnisse mit nach Hause nehmen.