Rückstau verärgert Anwohner

Rückstaus an der Baustelle Ückendorfer- und Hollandstraße.
Rückstaus an der Baustelle Ückendorfer- und Hollandstraße.
Foto: Haenisch / Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Doch sollen die Bauarbeiten an der Ückendorfer Straße bis Monatsende abgeschlossen sein. Ersatzpflanzungen im Kruppwald unwahrscheinlich

Wattenscheid..  Im Rahmen der Serie „WAT schön – WAT schäbig“ werfen die WAZ-Leser einen kritischen Blick auf das, was vor ihrer Haustür passiert. Aber auch Vereine, Verbände und Politiker melden sich zu Wort und informieren darüber, was schön oder schäbig ist in der Alten Freiheit.

So etwa Jürgen Reinhardt vom Eppendorfer Heimatverein (EHV), der noch einmal darauf hinweist, dass die Gruppe nicht nur regelmäßig den Ortskern bepflanzt, sondern auch am Friedhofseingang an der Holzstraße zur Schüppe greift. Über 400 rote und weiße Eisbegonien hat die Gärtnerei Junker für ein „blühendes Eppendorf“ insgesamt zur Verfügung gestellt. Einige EHV-Mitglieder pflanzen, pflegen, gießen und säubern wiederum die begrenzten Flächen in den Sommermonaten.

WAT gestaut

Über die Baustelle an der Ückendorfer Straße beschwert sich Torsten Verlage. Er wohnt an der Hollandstraße und schildert, dass „die Baustelle eine Belastung für die Anwohner darstellt“. Denn durch die Baustelle ergebe sich „vor dem Abbiegen ein riesiger Rückstau“. Die Stadtwerke Bochum haben an der Hollandstraße von Hochacker Straße bis zur Ückendorfer Straße Mittel- und Niederspannungskabel erneuert. Zurzeit findet noch eine Straßenquerung für die Leitungslegung zur Stromstation im Bereich Ückendorfer Straße 103 statt. Die erste Straßenhälfte wurde Montag wieder asphaltiert und die Baustelle nun für die Arbeiten in der anderen Straßenhälfte eingerichtet. Der Straßenverkehr wird in diesem Bereich über eine Baustellenampel geregelt. Diese Arbeiten werden voraussichtlich bis Ende des Monats abgeschlossen sein.

„Um für die Anwohner und Verkehrsteilnehmer keine doppelten Belastungen zu verursachen, stimmen sich die städtischen Tochterunternehmen bei den Baumaßnahmen in der Regel ab. So haben in diesem Fall die Kollegen der Bogestra in diesem Bereich notwendige Gleisinstandhaltungsarbeiten ausführen lassen. Durch die Kombination der Arbeiten kann die Beeinträchtigung durch die Baustelle reduziert werden, da somit im Anschluss an die Bauarbeiten der Stadtwerke nicht eine neue Baustelle an dieser Stelle eingerichtet wird“, schildert Christian Seger von den Stadtwerken.

WAT gefällt

Heinz-Werner Linke (UWG) hat dem Grünflächenamt Bilder aus dem Kruppwald zukommen lassen. „Ich habe damit um eine Information gebeten, ob und wann für diese nicht unerhebliche Menge gefällter Bäume eine Ersatzpflanzung stattfindet“, sagt Linke. Daraufhin sei ihm mitgeteilt worden, dass der Kruppwald teils Grünanlage (um die Hundewiese herum) und zum größten Teil Forstfläche sei. Die noch liegenden Baumstämme seien aus Forstflächen entnommen worden. Ob im Bereich der Grünanlage Ersatzbäume gepflanzt werden können, lasse sich aufgrund der fehlenden Haushalts-mittel nicht seriös beantworten.

„Weiter heißt es sinngemäß: Im Forstbereich ist eher daran gedacht, dass sich die Flächen wieder selbstständig begrünen, da ja jetzt mehr Licht hinein fällt. Der Kruppwald muss sich selbst helfen“, teilt Linke mit.