Rotes Kreuz hilft Pflegebedürftigen

Julian Biallas (li.) und Rotkreuzleiter Markus Eisenhuth koordinieren auch Einsätze.Foto:Gero Helm
Julian Biallas (li.) und Rotkreuzleiter Markus Eisenhuth koordinieren auch Einsätze.Foto:Gero Helm
Foto: Gero Helm / WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Wenn die Angehörigen auch einmal in den Urlaub fahren wollen oder eine Auszeit benötigen, kann der mobile soziale Dienst in Anspruch genommen werden

Wattenscheid..  Wenn die Kinder eine Auszeit brauchen, mal Urlaub ohne die Eltern, die möglicherweise pflegebedürftig sind, machen wollen, kann beispielsweise das Rote Kreuz in Wattenscheid unterstützend helfen und Aufgaben übernehmen.

Das DRK bietet verschiedene Dienste zur Betreuung und Unterstützung für Senioren an. Julian Biallas vom Roten Kreuz sagt, dass viele seiner Kunden zwar geistig noch fit seien, aber Unterstützung im Haushalt oder beim Einkauf brauchen. „Unsere Sozialdienste bieten Unterstützung. Die betreuten Senioren sind gut aufgehoben und die Angehörigen können den Urlaub beruhigt genießen”, so Julian Biallas.

Mobiler sozialer Dienst (MSD) nennt sich der Betreuungsdienst, der einspringt, wenn sich Angehörige aus den verschiedensten Gründen eine Zeit lang nicht mehr um das Familienmitglied kümmern können und der Betroffene im heimischen Umfeld eine entsprechende Betreuung, eventuell sogar nachts benötigt.

Personalbedarf an Engagierten

Das DRK bietet hierzu Hilfen im Haushalt, beim Einkauf oder bei Arztbesuchen an, es kann zudem auch der Fahrdienst des DRK oder der Menüservice genutzt werden, der eine tägliche Mahlzeitenversorgung sicherstellt.

Der MSD sei bereit, so Biallas, der beim DRK auch den täglichen Menüservice organisiert, auch mehrfach am Tag oder als Nachtbetreuung nach dem Rechten sehen. Bei Pflegefällen kann die Rotkreuz-Sozialstation miteingebunden werden. Die Betreuungsvertretung ist das ganze Jahr über möglich und individuell einteilbar.

Kontakte zum Deutschen Roten Kreuz

Laut Markus Eisenhuth, der den Rotkreuz-Fahrdienst koordiniert, sei der Urlaub nicht der einzige Grund, eine Betreuungsvertretung für die älteren Angehörigen zu suchen. „Nach einem Krankenhausaufenthalt brauchen Senioren oft Unterstützung und manchmal auch pflegerische Hilfe. Viele ältere Menschen trauen sich das eigenständige Leben dann noch nicht so recht zu”, so Eisenhuth.

Das Rote Kreuz erkundigt sich dann im Bedarfsfall beim Hausarzt oder Verwandten nach den Erfordernissen. Daraufhin kann eine individuelle, persönliche Betreuung und Pflege abgestimmt werden. „Wir sind bemüht, uns die Gewohnheiten der älteren Menschen einzuprägen, nach denen wir uns richten”, erklärt Julian Biallas.

Natürlich besteht deshalb auch im Sommer beim DRK ein gewisser Personalbedarf an Bundesfreiwilligen oder Engagierten im Freiwilligen Sozialen Jahr, um diese Dienste auch zuverlässig anbieten zu können. Einstellungen sind monatlich möglich, so dass hier Interessierte ganzjährig ihren Einsatz beim Roten Kreuz antreten können.