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Reparatur lässt auf sich warten

09.02.2012 | 17:58 Uhr
Reparatur lässt auf sich warten
Das gebrochene Regenrückhaltebecken an der Gartenstraße. Foto: Gero Helm / WAZ FotoPool

Wattenscheid. Rund 15 Monate liegt er zurück, der folgenschwere Dammbruch am Regenrückhaltebecken an der Gartenstraße in Eppendorf. Die Stadt hatte anschließend eine provisorische Lösung installiert – die endgültigen Reparaturarbeiten lassen aber noch immer auf sich warten.

„An uns liegt es nicht, wir möchten so schnell wie möglich beginnen“, erklärt Stadtsprecher Thomas Sprenger. Ursache der Verzögerungen seien vielmehr ständige Nachfragen durch die Versicherung der bauausführenden Firma; von ihr verlangt die Stadt, für die Reparaturkosten zu haften. Diese offenen Versicherungsfragen verzögerten die Schadensregulierung. Und solange kein Geld fließt, erfolgen keine endgültigen Reparaturarbeiten. Durch die provisorische Lösung mit dem Notablauf füllt sich das Becken nicht ganz, das Wasser wird vorzeitig in angrenzende Kanäle abgeleitet. „Der Durchlass von der Höntroper Straße wurde auf 1,60 Meter erhöht“, so Sprenger.

Die Wattenscheider Bezirksvertretung hatte sich zuletzt Mitte 2011 mit Sicherungsmaßnahmen beschäftigt und den Einbau einer Stahlspundwand im Dammbereich sowie die Erweiterung des Notablaufs beschlossen. Auf der Basis der Gutachter-Empfehlung soll der Bau auf der östlichen Seite im Bereich des Bruches in gleicher Weise wiederhergestellt. Allerdings sei, um der Verunsicherung der Anwohner Rechnung zu tragen, ein erhöhtes Sicherheitsniveau vorgesehen. Dies soll durch eine zusätzliche Stahlspundwand im Bruchbereich mit einer Breite von ca. 17 m in der Mitte des Damms erfolgen.

Rückblick: Am 13. November 2010 brach frühmorgens nach Starkregen das große, randvolle gefüllte Becken im Bereich der Ablaufkanäle. Die Wassermassen (rund 7000 Kubikmeter) rasten durch das Tal und überfluteten angrenzende Wohnhäuser an der Hestern-straße, darunter zwei Souterrainwohnungen. Wie durch ein Wunder wurden die Bewohner nicht verletzt, als sich die Schlamm- und Wassermassen in die Zimmer ergossen und alle Möbel umrissen. Die Wohnungen wurden komplett verwüstet, die Sanierung dauerte Wochen, der Sachschaden war enorm.

Das Regenrückhaltebecken an der Gartenstraße war erst kurz vor dem Unfall fertiggestellt worden.

Ralf Drews

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