Randale sorgt weiter für Zündstoff

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Wattenscheid..  Die Diskussion über das, was rund ums Regionalliga-Spiel zwischen der SG Wattenscheid 09 und der U23 des VfL Bochum vorgefallen ist, geht heute in die Verlängerung. Denn Ratsmitglied Burkart Jentsch hat dazu eine Anfrage vorbereitet, die ab 15 Uhr im Ausschuss für Sport und Freizeit auf den Tisch kommt.

Konkret will Jentsch wissen, ob das bisherige Vorgehen gegen gewaltbereite Fußball-Fans ausreicht. „Das effiziente Zusammenspiel von Polizei, Ordnungsbehörden und Vereinen ist für die Sicherheit letztlich ausschlaggebend“, sagt er.

Zuschauer und Ordner verletzt

Wegen der Auseinandersetzungen konnte das Spiel nur mit Verspätung beginnen. Menschen wurden dabei verletzt (die WAZ berichtete mehrfach). Die Polizei sprach anschließend von „bekannten Wattenscheider und Bochumer Problemfans“. Schon deshalb stelle sich die Frage, ob der Informationsaustausch und die Abstimmung zwischen den Beteiligten gut funktioniert hat oder noch verbessert werden kann, wie Jentsch erfragen will.

„Neben dem Vorgehen der Sicherheitsbehörden am Veranstaltungstag spielt aber auch die Prävention eine wichtige Rolle.“ Dabei seien besonders die Vereine gefragt, sich um die Fans zu kümmern. Entsprechende Konzepte würden seitens der Clubs ja durchaus vorliegen. Eine weitere Anfrage von Jentsch bezieht sich deshalb auf die Frage, was es in diesem Bereich bereits genau gibt, was geplant ist und wie mit schon auffällig gewordenen, gewalttätigen Fans umgegangen werden solle.

Eine Aufarbeitung der Randale im vorerst letzten Regionalliga-Derby scheint dahingehend umso wichtiger. Wie Martin Jermann, Sprecher der SG Wattenscheid 09, auf WAZ-Nachfrage mitteilt, unterstützt der Verein derzeit die Polizei bei der Suche nach Tätern in drei unterschiedlichen Fällen, die zur Anzeige gebracht worden sind: So seien vor dem Spiel Schmierereien am Gäste-Eingang aufgefallen, die am Vortag des Spiels noch entfernt werden konnten. Zudem gehe der Verein dem Angriff auf den Ordner vor der Fan-Tribüne der 09er nach. Personalien seien in diesem Zusammenhang bereits aufgenommen worden. Auch die Böller-Attacke auf die Frau auf dem Weg zum Stadion liege weiterhin im Fokus der Ermittlungen. Das Opfer erlitt Verletzungen an der Hand.

„Vieles war gut vorbereitet, wir haben uns mit den Behörden abgesprochen und abgestimmt. Doch sind wir am Ende auch überrascht worden“, wie Martin Jermann betont.