Radweg auf Burgstraße ausbauen

Foto: Hans Blossey
Was wir bereits wissen
Verwaltung schlägt dem Fachausschuss jetzt Verkehrsverbesserungenfür Fußgänger und Radler im Bereich des Regenrückhaltebeckens vor

Wattenscheid..  Über den Ausbau des Geh- und Radwegenetzes im Bereich Berliner Straße/Wattenscheider Hellweg denkt die Stadt nach. „Mittelfristig“ allerdings, wie es in einer Beschlussvorlage für die Sitzung des Ausschusses für Infrastruktur und Mobilität (am 25. Oktober) heißt. Es geht um eine „Verbesserung der Verhältnisse für Fußgänger und Radfahrer“ auf der Burgstraße/Berliner Straße im Bereich des Regenrückhaltebeckens.

Mit Synergieeffekten Kosten sparen

Die Planungen seien „im Fluss“. Der Regionalverband Ruhr (RVR) möchte zudem die Radroute R 25, die Leithe und Dahlhausen verbindet, im Bereich der Burgstraße verlegen. Die jetzt im Bereich Sevinghausen über unbefestigte Wege und Pfade geführte Route „ist unkomfortabel und nicht zeitgemäß“. Zudem werden private Flächen berührt, die nicht erworben werden können. Künftig soll die Route zwischen der Metternichstraße und dem Sevinghauser Weg über die Burgstraße geführt werden. Ein schwieriger Punkt auf dieser Routenführung sei der Einmündungsbereich der Burgstraße in die Berliner Straße. Der westlich liegende Gehweg der Berliner Straße – im Bereich zwischen Burgstraße und Sevinghauser Weg – sei für die Führung eines kombinierten Geh- und Radweges viel zu schmal.

Da im Jahr 2017 hier umfangreiche Kanalbauarbeiten durchgeführt werden, sollen im Zuge der Wiederherstellung der Oberfläche Verbesserungen vorgenommen werden. „Durch die gemeinsame Durchführung beider Baumaßnahmen können aufgrund der Synergieeffekte Kosten gespart werden“, argumentiert die Stadt.

Vorgesehen ist eine direkte Führung der Radfahrer zwischen Burgstraße und Sevinghauser Weg auf der westlichen Seite. Dazu wird, um den Engpass am Regenrückhaltebecken maximal zu verbreitern, die Fahrbahn der Berliner Straße um ca. 1,30 Meter verringert. Die verbleibende Fahrbahn ist 6,25 Meter breit. Die Spuren werden auf 3,25 Meter bzw. drei Meter aufgeteilt. So kann der Gehweg auf etwa drei Meter verbreitert werden.

Viele Fußgänger seien hier nicht unterwegs, meint die Stadt, deshalb könne dort ein kombinierter Geh-/Radweg in beiden Richtungen ausgewiesen werden. In der Burgstraße werden die Fahrspuren auf eine reduziert. Die Mittelinsel wird etwas verkürzt, um die Ausfahrt aus der Tankstelle für große Fahrzeuge zu gewährleisten. Der Gehweg in der Burgstraße kann auf sechs Meter Breite vergrößert werden.

Der von Norden kommende Radfahrer wird an der Einmündung der Helfstraße aufgeleitet. Radler in Gegenrichtung fahren auf der Helfstraße mit einer Querungshilfe wieder auf ihre Seite. Im Vorfeld auf die Planungen werden die Furten und Aufstellflächen im Kreuzungsbereich Berliner-/Burg-/Schlaraffiastraße im Zuge der Baumaßnahmen umgestaltet. Die Kosten für die Straßenbaumaßnahmen werden mit ca. 120 000 Euro kalkuliert. Die Durchführung ist 2017 im Anschluss an die Kanalbauarbeiten vorgesehen.