Radspur zwischen Kreiseln geplant

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Wattenscheid..  Nach den Osterferien nimmt auch die Kommunalpolitik wieder ihre Arbeit auf. So tagt am kommenden Dienstag, 14. April, der Ratsausschuss für Infrastruktur und Mobilität sowie am Freitag, 17. April, der Ausschuss für Sport und Freizeit. Beide Gremien greifen dabei Themen aus der Hellwegstadt auf.

Im Ausschuss für Infrastruktur und Mobilität stellt die Koalition aus SPD und Grünen den Antrag, bei der Sanierung der Schützenstraße zwischen den neu zu errichtenden Kreisverkehren beidseitig einen Schutzstreifen von 1,25 Meter abzumarkieren. Zwar hieß es bereits in einer Mitteilung der Verwaltung, „dass bei den gegebenen Fahrbahnbreiten von einer Umsetzung abgeraten wird“. Doch sei dieses Ergebnis lediglich für den Abschnitt Am Thie „aufgrund der Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h ohne Weiteres nachvollziehbar, da dort eine separate Führung entbehrlich ist“.

Genug Platz sei vorhanden

Für den fraglichen Abschnitt der Schützenstraße legen die Aussagen der Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA 2010) jedoch eine Auslegung mit einem anderen Ergebnis nahe, wie die Koalition meint. Richtig sei nämlich, dass die Breite von Schutzstreifen mindestens 1,25 Meter betragen sollte, ebenso eine Mindestbreite der verbleibenden Fahrbahn von 4,50 Meter vorgegeben werde, wobei dann die Leitlinie in der Fahrbahnmitte zu entfallen habe. „Somit ergibt sich eine Gesamtbreite von mindestens sieben Metern. Die Schützenstraße verfügt nach Angabe der Mitteilung über eine Fahrbahnbreite von 7,30 bis 7,90 Meter. Diese Mindestvoraussetzung ist somit erfüllt.“ Zudem sei fraglich, ob eine „hohe Verkehrsstärke“ im Sinn der ERA vorliegt und somit die verbleibende Fahrbahnbreite fünf Meter betragen müsse. Das Gefährdungspotenzial durch Schwerlastverkehr oder überhöhter Geschwindigkeit sei ebenfalls gering. Somit stehe einer Abgrenzung für Radfahrer nichts im Weg.

Der Ausschuss für Sport und Freizeit beschäftigt sich wiederum erneut mit dem Hallenfreibad Höntrop. SPD-Ratsmitglied Burkart Jentsch hatte dazu in der vergangenen Sitzung die Besucherzahlen hinterfragt und wollte konkret wissen, wie Schulbesuche im Verhältnis zu Einzelbesuchern stehen, wieso Wattenscheider Schüler in Linden schwimmen gehen und wie sich die Reduzierung der Öffnungszeiten auf den städtischen Haushalt ausgewirkt hätte.

Wie die Verwaltung mitteilt, sei der Zuwachs an Einzelbesuchern im Südparkbad im Zeitraum von 2011 bis 2013 auf die anfänglichen Bauarbeiten zurückzuführen. „Grundsätzlich unterliegen die Schul- und Vereinsbesuche weniger Schwankungen als die der zahlenden Besucher, da der Unsicherheitsfaktor Wetter keine Rolle spielt.“

Wettkämpfe aber auch Aqua-Kurse oder eben Belegungen durch Schulen und Vereine würden für die Belegung der gesamten Wasserfläche in den Bochumer Bädern eine Rolle spielen. „Notwendige Sanierungs- oder Reparaturarbeiten können Belegungen in einem anderen als dem nächstgelegenen Bad verursachen. Das ist leider nicht immer zu vermeiden.“

Die Maßnahme „Eingrenzung der Öffnungszeiten in Bädern“ realisiere jährlich 520 000 Euro im Haushaltssicherungskonzept. An den heißen Tagen sei nach Bürgerbeschwerden eine Rufbereitschaft eingerichtet worden, was das finanzielle Ergebnis verschlechtert.