Projekt macht Kinder fit und satt

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Wattenscheid..  Das Beobachten gehörte zu ihren Hauptaufgaben. Und dabei war Sarah Zalenga etwas aufgefallen, gleich zu Beginn ihres Praktikums im Evangelischen Kinder- und Jugendhaus am Preins Feld 8. „Einige Besucher sind für ihr Alter zu dick. Trotzdem halten sie sich gerne im Bewegungsraum auf und spielen aktiv mit“, schilderte die 21-Jährige.

Doch erst auf den zweiten Blick wuchs aus der Feststellung auch eine Idee heran. „Als ich sah, dass ein Kind verschwitzt aus dem Bewegungsraum kam und sich dann Süßigkeiten und eine Limonade kaufen wollte, beschloss ich, ein Projekt anzubieten.“ Thema: Der Zusammenhang zwischen gesunder Ernährung und Bewegung.

Gesundes Essen, das schmeckt

„Mein Ziel war es, dass die Kinder am Ende des Projekts das Bewusstsein dafür schärfen und solche Situationen im Alltag anders und damit richtig deuten“, betonte Zalenga ihre Intentionen. Die Kinder befanden sich dabei im Alter zwischen zehn und zwölf Jahren, ausschließlich Jungen hätten sich angemeldet. Nach dem Start sei zunächst gemeinsam eine Ernährungspyramide erarbeitet worden, das Lieblingsessen und Lieblingsgetränke wurden darin eingeordnet. Das zweite Angebot lief wiederum an mit einer motivierenden Traumreise mit Wellness-Musik, danach erfolgte ein kleines Work-out im Bewegungsraum zur Musik. Mit altertümlichen aber effektiven Übungen wie Kniebeugen, Seitstütz und dem Hampelmann überprüften die Teilnehmer den eigenen Fitnessstand.

Im dritten Angebot ermöglichte die Höntroper Einrichtung durch einen finanziellen Beitrag den Kindern einen besonderen Einblick in die Ernährung: Jedes Kind kenne zwar einen Apfel oder eine Birne, die wenigsten hätten jedoch schon einmal von Pitahaya oder Karambole gehört. Aus diesem Grund ging die Projektgruppe zusammen einkaufen. „Dabei ging es um die Sinneserfahrung, sich neue Früchte anzusehen, sie zu riechen und natürlich auch zu schmecken. Die Erfassung von Sachinformationen erfolgte durch Eintragungen in eine Tabelle.“ Auch die Sportanlage des SV Höntrop wurde im Rahmen des Projekts genutzt für Laufen, Dehnen und Fußball. Letztendlich kochten die Kinder gemeinsam mit der Praktikantin, stellten gar die Getränke selbst her.

„Alle wissen nun, dass gesundes Essen lecker sein kann und vor allem auch satt macht. Und Bewegung muss nicht zwangsläufig doof sein, indem man allein seine Runden um den Sportplatz dreht. Gemeinsam in einer Gruppe verbunden mit Rücksicht kann Bewegung viel Spaß machen und manchmal purzeln dann ein paar Pfunde von ganz alleine“, zog Sarah Zalenga ein positives Fazit.