Probleme bei der Kinderbetreuung
07.09.2009 | 16:35 Uhr 2009-09-07T16:35:00+0200Die Eltern bilden sich weiter, während der Nachwuchs betreut wird. Das war bislang ein Service für diejenigen VHS-Teilnehmer, die ihre Kinder während der Kursteilnahme nicht anderweitig unterbringen konnten. Das geht vorerst so nicht mehr.
Denn kurzfristig ergeben sich bei der Durchführung des VHS-Programms im Herbstsemester einige Einschränkungen, bedingt durch die Haushaltssperre der Stadt.
Die Volkshochschule wird bis auf Weiteres keine Kinderbetreuung in den Vormittagsstunden anbieten können. Die Ursache dafür erläutert Kulturdezernent Michael Townsend: „Zwei Mitarbeiterinnen für diese Betreuung sind im Ruhestand. Da dies zu den freiwilligen Aufgaben der Stadt zählt, sind keine Einstellungen möglich, bis ein genehmigtes Haushaltssicherungskonzept vorliegt.” Man bemühe sich jetzt um Alternativen durch eine Betreuung der Kinder in Kita-Außengruppen oder durch Kooperationen mit Kindergärten.
Auch der bisher eingesetzte VHS-Service darf laut Stadt nicht fortgeführt werden: Das betrifft vor allem den Einsatz studentischer Hilfskräfte mit erweiterten Hausmeistertätigkeiten – Einschränkungen bei der Betreuung der Teilnehmer und Kursleiter können die Folge sein.
Die Anmeldungen fürs Herbstsemster laufen derweil auf Hochtouren. Rege Nachfrage gibt es vor allem bei Sprachen, Gesundheit und Stilberatung. 84 Kurse und Seminare bietet allein die VHS in Wattenscheid, erheblich mehr als zuletzt (56) – ungewiss ist noch, ob Einsparungen künftig auch das Kursangebot treffen.
„Gewachsen sind im aktuellen Programm vor allem die Bereiche Gesundheit und berufliche Bildung”, so VHS-Leiterin Birgit Kossler. Hervorzuheben ist das Beratungsangebot „Fit für den Job”: In den Bereichen berufliche Qualifizierung, Bewerbung, berufliches Image, Existenzgründung und Berufswegplanung bietet die VHS individuelle Hilfestellungen an.
Infos: VHS im Gertruidscenter, Alter Markt 1, Tel. 0234/910-6550 und -6551 (Mo-Mi 9-16 Uhr, Do 9-18 Uhr, Fr 9-13 Uhr).
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Bochum macht jung! Bleibt nur zu hoffen, dass es nicht so junbg macht, dass man auf städtische Betreuungsangebote angewiesen ist. Dann sähe man nämlich alt aus.
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Hier zeigt sich einmal mehr, welche Prioritäten die Stadt Bochum setzt. Hier muss gefragt werden, worauf verzichtet werden kann. Statt das Konzerthaus zu streichen und das Museum zu hinterfragen, nimmt man Kürzungen hin, die die Allgemeinheit treffen. Als nächstes werden Schulen geschlossen, weil es ja weniger Schüler gibt. Auf die Idee, dass man kleinere Klassen einführen könnte, um besseren Unterricht zu machen, kommt leider niemand. Und so etwas nennt sich Kulturhauptstadt.