Pro Mitglied einen Euro spenden

Über 5000 Wattenscheider tauschen sich aus im Netz. Dazu gehören: Heinz Nocke (li.), Carola Szuba, Robert Neumann, Gabi Choryan und Jörg Pawlowski.
Über 5000 Wattenscheider tauschen sich aus im Netz. Dazu gehören: Heinz Nocke (li.), Carola Szuba, Robert Neumann, Gabi Choryan und Jörg Pawlowski.
Foto: FUNKE Foto Services

Wattenscheid..  Die größte Wattenscheider Facebook-Gruppe „Du weiss, dat Du aus Wattenscheid komms, wenn...“ bleibt ein Dauerbrenner. Und wächst, und wächst, und wächst... Inzwischen tauschen sich über 5000 Mitglieder im Rahmen dieser Möglichkeit aus, erfahren dort Neues rund um die Alte Freiheit, blicken aber auch auf Vergangenes zurück.

Umso wichtiger scheint bei dieser Größenordnung, den Überblick zu behalten, Beiträge zu moderieren. Robert Neumann (23) und Heinz Nocke (62) haben sich als Administratoren nun schon seit einiger Zeit der Sache angenommen – und sind weiterhin mit einer Menge Spaß dabei.

„Die Gruppe ist Treffpunkt und Austauschmöglichkeit zugleich“, schildern die Moderatoren unisono, worum es mittlerweile geht. Anfangs standen noch Erinnerungen an alte Zeiten im Vordergrund, das Motiv habe sich aber ein bisschen gewandelt. Nocke: „Alte Fotos stehen weiterhin auf Abruf zur Verfügung. Über 5000 Bilder können eingesehen werden. Es ist also kein Problem, historische Themen wieder aufzugreifen. Aber irgendwann ist auch die hundertste Aufnahme vom Hollandturm gesehen.“

Die letzten Worte sollen dagegen noch lange nicht gewechselt sein. In der virtuellen Welt, aber auch im realen Leben. So kam schon im vergangenen Jahr einmal die Idee auf, sich im Alten Wattenscheider Biergarten zu treffen. Kürzlich fand eine Wiederholung in der Wunderbar an der Westenfelder Straße statt, rund 30 Mitglieder trafen sich an jenem Abend, um Gespräche aus dem Netz ein Stück weit persönlicher zu gestalten. Das 5000. Mitglied sei dazu ein willkommener Anlass gewesen.

Wobei Nocke und Neumann betonen, keine Feier zum „5000.“ geschmissen zu haben. Denn Jörg Pawlowski aus der Gruppe habe sich dazu etwas ganz anderes einfallen lassen: eine Spendenaktion für geistig behinderte Menschen. Tenor: Wenn jeder aus der Gruppe nur einen Euro spendet, kämen am Ende automatisch mindestens 5000 Euro für den guten Zweck zusammen.

Auch Gabi Choryan, Leiterin des „Treffpunkts für Menschen mit Behinderungen“, war deshalb in die Wunderbar gekommen, um ihre Arbeit und das Engagement ihrer Helfer vorzustellen. Sie erklärte, dass regelmäßig über 40 Personen an den Treffen teilnehmen, wie wichtig es sei, ein Stück Normalität in den Alltag zu bringen und Menschen mit geistiger Behinderung in ihrem Bestreben, gleichberechtigt am Leben in der Gesellschaft teilzunehmen, zu unterstützen.

„Wir liegen derzeit bei 228 Euro. Mehrere Spenden sind angekündigt, über viele weitere würden wir uns freuen“, betonen Heinz Nocke und Robert Neumann. Und diejenigen, die sich daran ebenso beteiligen möchten, müssten noch nicht einmal im Internet unterwegs sein. Infos gibt es nämlich auch unter 3 33 92 (Nocke) oder 01577/ 4 49 99 63 (Neumann).