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Prinzenpaar macht Quartier im Königreich Höntrop

18.11.2009 | 16:07 Uhr
Prinzenpaar macht Quartier im Königreich Höntrop

Wattenscheid. Das neue Stadtprinzenpaar hat sein Hauptquartier in einem der zwei Wattenscheider Königreiche aufgeschlagen.

Über dem Eingang des Alten Höntroper Brauhauses am Wattenscheider Hellweg weisen Schilder, die den Namen von Andreas I. (Appelbaum) und Kathrin II. (Schick) tragen, den Weg in eine gemütliche Gaststube. Nun ist sie mit rot-weißen Girlanden bekränzt und mit karnevalistischen Requisiten dekoriert.

Auf die Frage, warum die Tollitäten das Brauhaus zu ihrem Hauptquartier gemacht haben, gibt Andreas I. mehrere Antworten: „In den nächsten zwei Jahren werden wir hier das ein oder andere Bierchen mit unseren Freunden und Gästen zischen. Da war es uns wichtig, dass wir gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen sind. Außerdem liegt unser Quartier an der Wegstrecke der Rosenmontagszüge der Gänsereiterclubs. Und von Bedeutung war auch, dass die Chemie zwischen uns und dem Gastwirt stimmt.”

Quartiermeister Bormann ist ein Schalk

Werner Bormann Wirt vom Alten Höntroper Brauhaus, die Gaststätte ist in dieser Session das neue Prinzenhauptquartier, 17.11.2009 Wattenscheid, Foto: Karl Gatzmanga / WAZ FotoPool

Werner Bormann, der seit zwei Jahren im Brauhaus das Sagen hat, übernahm die Rolle des Quartiermeisters gerne. „Solch einem sympathischen Prinzenpaar kann man keine Bitte abschlagen. Außerdem”, verrät der 72-jährige Gastronom, „mag ich den Karneval im Ruhrgebiet. Über meinen Vater, der zahlreiche närrische Schlager komponiert hat, bin ich da hinein gewachsen, und ich war schon mit zwanzig Lenzen Funkenmajor im Buerschen Karneval.”

Dass Bormann eine närrische Frohnatur ist, beweist er zu vorgerückter Stunde. Er holt seine Klampfe raus und intoniert launige Lieder. Prinz und Gefolge stimmen spontan ein, auch wenn man nachts um halb eins nicht auf der Reeperbahn sondern am Wattenscheider Hellweg weilt.

Schnittstelle zwischen Bürgern und Karnevalisten

In der zwei Jahre währenden Session wird das Höntroper Brauhaus nun Anlaufstelle fürs Prinzenpaar und dessen Gefolge sein. Andreas I. weiß: „Wenn die Session erst einmal in vollem Gange ist, hetzt man oft von Termin zu Termin. Da braucht man ein Quartier, in dem man zwischendurch mal ausruhen, etwas essen und Kraft tanken kann. Außerdem soll unser Hauptquartier kommunikative Schnittstelle zwischen Bürgern und Karnevalisten sein.”

Sticker für die Kinderkrebshilfe

Ab sofort sind im Höntroper Brauhaus auch die Sticker erhältlich, die eine Miniaturausgabe des Prinzenordens sind und drei Euro pro Stück, fünf Euro als Paar kosten. Mit der Aktion wollen Andreas I. und Kathrin II. die Kinderkrebsklinik in Essen unterstützen. „Da wir die Produktionskosten aus eigener Tasche zahlen, geht jeder Cent, den wir durch den Verkauf erwirtschaften, dorthin”, sagt der Stadtprinz, der im Familienkreis mit einer Krebserkrankung konfrontiert worden ist. Der 28-Jährige erläutert: „Gerade Kinder und Jugendliche, die unter der tückischen Krankheit leiden, brauchen unsere ideelle und auch finanzielle Unterstützung. Wir, die selber noch recht jung sind, wollen ihnen sagen: Ihr seid nicht allein, wir denken an euch, ihr habt unser Mitgefühl.”

Im Rückblick auf die Proklamation in der Stadthalle am Samstag räumt Andreas I. ein, es sei ein Versäumnis gewesen, den Tod von Klaus Steilmann nicht zu erwähnen und ihn zu würdigen. „Wir waren bei der Veranstaltung allerdings nicht Herr des Verfahrens und des Protokolls. Aber ich sage, dass meine Prinzessin und ich schon traurig sind, dass über den großen menschlichen Verlust, den auch wir Karnevalisten erlitten haben, kein Wort gesagt wurde.”

Ferdi Dick

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Kommentare
18.11.2009
22:14
Prinzenpaar macht Quartier im Königreich Höntrop
von tginboa | #1

Bla,bla,bla jetzt heucheln ist ja noch schlimmer!

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