Pfingsten aktuell aufgegriffen

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Wattenscheid.. „Ausgegrenzt“ heißt die Ausstellung, die der „Künstlertreff WAT“ am kommenden Sonntag, 24. Mai, in der Friedenskirche an der Hochstraße eröffnet. Eingrenzt worden sei dabei niemand von den Akteuren. „Das Thema ist vielschichtig“, betont Karikaturist Waldemar Mandzel, der sich mit neun weiteren Künstlern an der Ausstellung beteiligt.

Doch liege ein Hauptaugenmerk durchaus auf aktuelle Ereignisse. Allein das Ankündigungsplakat lässt bereits durchblicken, dass die Flüchtlingsproblematik – im Mittelmeerraum – im Vordergrund steht. Vor den verschlossenen Mauern der Europäischen Union sinken die Flüchtlingsboote, in zahlreichen unterschiedlichen Sprachen schreien ertrinkende Menschen um Hilfe. Ratlos schauen sich deutscher Michel und französische Marianne an, über ihnen fliegt die Friedenstaube davon.

Unterschiedliche Techniken

Der Bezug zum Pfingstfest an diesem Wochenende ist gewollt. „Die Friedenstaube steht für den heiligen Geist, der im Ursprung des Pfingstfestes auf die Jünger niederkam. Sie erhielten die Aufgabe, den Menschen von Jesus zu erzählen, die frohe Botschaft wurde daraufhin in allen Sprachen verstanden.“ Verständnis, das in der heutigen Zeit immer häufiger zu fehlen scheint, worauf Mandzel mit spitzer Feder hindeutet.

Denn „Ausgrenzung“ gebe es überall, das Stichwort „Inklusion“ sei dabei ein weiteres Thema. Die zehn Mitglieder des Künstlertreffs – insgesamt werden rund 35 Bilder zu sehen sein – greifen die Punkte auf ihre spezifische Art und Weise auf: von Abstrakt bis Dichterisch.

Die Vernissage am Sonntag findet nach dem Abendgottesdienst statt, der um 18 Uhr beginnt. Pro Quartal gestaltet die Gruppe in diesem Jahr eine Ausstellung zu einem übergeordneten Thema in der Friedenskirche, es habe sich etabliert und bewährt, dass Pfarrerin Monika Vogt darauf auch in ihrer Predigt eingeht. „Dieses Thema regt dazu an, einhergehend Lösungswege aufzuzeigen, das Wort ,Ausgegrenzt’ allein sollte zu einer Überlegung führen, was dagegen zu tun ist“, sagt Vogt.

Sie lädt vor allem auch nicht regelmäßige Kirchgänger ein, zum Abendgottesdienst und zur Vernissage in die Friedenskirche zu kommen. „Die Liturgie ist etwas offener gestaltet. Meistens geht es um ein besonderes Motiv wie diesmal, oder die Musik steht im Vordergrund. Es handelt sich um einen Gottesdienst der anderen Art.“

Im Anschluss werden die Werke des Künstlertreffs für einige Monate in der Kirche zu sehen sein. Der Eintritt ist frei.