OB-Kandidaten sollen Kirche füllen

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Wattenscheid..  Seit acht Jahren gibt es die Talkreihe „Reden über Gott und die Welt“ in der Friedenskirche, die mit ganz unterschiedlichen Themen das Gotteshaus füllt. Diesmal steht die Kommunalpolitik im Vordergrund. Beim nächsten Treffen am Mittwoch, 26. August, um 19 Uhr erwartet die Besucher eine Gesprächsrunde mit ausgeprägtem Lokalbezug: Thema ist die am 13. September anstehende Bochumer Oberbürgermeisterwahl. Bislang fünf Bewerber wurden für diese Talkrunde ausgewählt.

Neben den Kandidaten der zwei großen Parteien, Thomas Eiskirch (SPD) und Klaus Franz (CDU), nehmen auch Omid Pouryousefi, Wolfgang Wendland und Markus Zarske im Altarraum Platz. So sieht bisher die Teilnehmerliste aus. Ins Rennen um den Oberbürgermeister-Posten gehen allerdings deutlich mehr Bewerber.

Bisherige Auswahl

„Wir haben lange überlegt, ob wir eine Veranstaltung mit aktuell mindestens neun Kandidaten stemmen können. Zudem ist eben noch nicht klar, ob noch weitere Kandidaten dazukommen. Zu viel, um eine attraktive Veranstaltung zu konzipieren. Deshalb laden wir nur die Vertreter der zwei großen Parteien und demokratische Kandidaten mit einer starken Verbindung zu Wattenscheid ein“, erläutert Organisator Norbert Philipp die Auswahl, betont aber, offen für weitere Vorschläge zu sein. Die jetzige Liste sei noch nicht endgültig. „Wer noch auf dem Podium dabei sein möchte, soll sich melden. Jedoch bietet unsere Konzeption der Diskussionsrunde jedem Bürger die Möglichkeit der Beteiligung. Somit auch den anderen Kandidaten.“

Markus Zarske ist ein bisher eher unbeschriebenes Blatt in der politischen Arena. Der Arzt unterhält seit Juli 2006 eine orthopädische Praxis in Wattenscheid. Ebenfalls einen starken Bezug zur alten Hellwegstadt haben Omid Pouryousefi mit seinem an der Steinstraße beheimateten Projekt „X-Vision“ und Wolfgang Wendland, ehemaliges Mitglied der Bezirksvertretung Wattenscheid.

„Ich denke, dass eine solche Veranstaltung sehr gut für unser demokratisches System ist, gerade vor dem Hintergrund zurückgehender Wahlbeteiligung, die wir alle nicht wollen. Hier kann man die Kandidaten direkt befragen und erleben und ihre Standpunkte zu unterschiedlichen Themen kennenlernen“, so Norbert Philipp. Das sei gerade auch in der Kommunalpolitik wichtig. Er hofft auf viele Besucher.