Neues Heim an altem Standort bauen

Das ehemalige Altenheim „Haus am Beisenkamp“: Es sollte eigentlich schon längst abgerissen sein. Die SBO wird jetzt den Bau eines neuen Hauses an alter Stelle vorantreiben.
Das ehemalige Altenheim „Haus am Beisenkamp“: Es sollte eigentlich schon längst abgerissen sein. Die SBO wird jetzt den Bau eines neuen Hauses an alter Stelle vorantreiben.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
SBO Senioreneinrichtungen nimmt jetzt das Projekt „Haus am Beisenkamp“ in Angriff. Das Investitionsvolumen soll rund 8,3 Millionen Euro betragen

Der Bau eines neuen Alten- und Pflegeheims am alten Standort des Hauses am Beisenkamp ist gesetzt. Schon länger eigentlich, aber jetzt nehmen die Planungen endlich wieder Fahrt auf. Am vergangenen Donnerstag tagte der Aufsichtsrat der „SBO Senioreneinrichtungen der Stadt Bochum gemeinnützige GmbH“. Und dieser gab SBO-Geschäftsführer Wolfgang Sendt den Auftrag: „Gib’ Gas.“

Die Planungen sind in der Tat nicht neu. Seit einigen Jahren schon will die SBO hier ein neues Haus errichten. In 2012 hieß es sogar, das neue Alten- und Pflegeheim solle 2014 in Betrieb gehen. Immer wieder verzögerte sich die Planung – und damit die Abriss- und Neubaumaßnahmen.

Verschiedene Konstrukte, so etwa die Zusammenarbeit mit VBW (Bauen und Wohnen GmbH), der die etwa 100 altengerechneten Wohnungen in der Nachbarschaft des Beisenkamps – an Park- und Steinhausstraße — gehören, kamen auf den Tisch.

Bauvoranfrage ist bereits gestellt

Jetzt stehe fest, so SBO-Aufsichtsratsvorsitzender Ernst Steinbach auf WAZ-Nachfrage, dass gebaut werde. Geschäftsführer Wolfgang Sendt habe vom Aufsichtsrat den Auftrag bekommen, den Bau des Alten- und Pflegeheims am Beisenkamp europaweit auszuschreiben. Voraussetzung dafür sei, dass das Bauordnungsamt der Stadt Bochum die Bauvoranfrage vorher positiv beschieden haben muss. Laut Steinbach sei diese Bauvoranfrage vor etwa drei Wochen gestellt worden. Geplant war einst, das bisherige 84-Betten-Haus in einer Größenordnung von nur noch 40 Betten wieder zu errichten. Jetzt, so Steinbach, gehe die SBO Senioreneinrichtungen wieder von einer Planung von 80 Betten aus.

Das Investitionsvolumen soll rund 8,3 Millionen Euro betragen. Wie die Gebäudeplanung genau aussehen solle, werde sich ergeben, wenn die Ausschreibung erfolgt und Planungsvorschläge eingeholt worden seien.

Vom Grundstück, das neu bebaut werden soll, bleiben rund 3600 Quadratmeter als Restfläche übrig und damit frei, so der Aufsichtsratsvorsitzende Steinbach. Diese würden nicht benötigt, „und deshalb suchen wir dafür dann einen Investor.“ Bei der Fläche handele es sich um ein Gebiet, auf dem einige Grundstücksteile bebaut werden könnten, bestimmte Freiflächen allerdings nicht.

Die SBO geht bei dieser Fläche zunächst von einem Bodenrichtwert von 240 Euro pro Quadratmeter aus. „Wir werden dann einen Investor suchen, der ebenfalls Interesse daran hat, sich an einer ordentlichen Quartiersentwicklung in diesem gesamten Bereich zu orientieren.“