Neubau von Kita wird konkret

„Kurze Beine – kurze Wege“ protestierten Eltern und Kinder im November für den Erhalt des evangelischen Kindergartens in Günnigfeld.
„Kurze Beine – kurze Wege“ protestierten Eltern und Kinder im November für den Erhalt des evangelischen Kindergartens in Günnigfeld.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Outlaw will in diesem Jahr Einrichtung in Günnigfeld bauen. Lärmschutzwall Alte Ziegelei „nicht zwingend notwendig“. Themen in der Bezirksvertretung

Viele interessante Themen stehen auf der Tagesordnung der Sitzung der Bezirksvertretung am Dienstag, 3. März, um 16 Uhr im großen Saal des Wattenscheider Rathauses. Die Sitzung kann (bis auf den nicht-öffentlichen Teil am Schluss) von allen Bürgern besucht werden.

So wird von der Verwaltung mitgeteilt, dass in Günnigfeld der Neubau für eine vier-gruppige Kindertageseinrichtung auf dem Grundstück Günnigfelder Straße 28a errichtet werden soll. Im Investorenmodell will die Outlaw-Jugendhilfe gGmbH“ aus Greven hier ein entsprechendes Gebäude errichten (WAZ berichtete). Das Bauvorhaben soll durch die Habona Invest GmbH, Frankfurt/Main, finanziert werden. Der Bauantrag wurde im Oktober 2014 eingereicht. Die Baumaßnahme soll Ende Oktober 2015 abgeschlossen sein. Insgesamt 65 Betreuungsplätze sollen entstehen, davon 20 Plätze für unter drei Jahre alte Kinder. Weiter heißt es, dass die Errichtung der Einrichtung ist mit dem Jugendamt abgestimmt ist. Die Betreuungsplätze würden auf der Grundlage der Jugendhilfeplanung langfristig benötigt, zumal die ev. Kita in Günnigfeld absehbar schließe.

Mehrere Fragen bezüglich des Sportplatzes Dickebankstraße/Alte Ziegelei richtete die Bezirksvertretung im Dezember an die Verwaltung. Etwa, ob der Stadt die Absackung des Lärmschutzwalls Alte Ziegelei um ca. die Hälfte bekannt sei? Wenn ja, seit wann? Und welche Maßnahmen und in welchem Zeitraum zur Wiederherstellung getroffen werden? Die Verwaltung antwortete, dass dem Stadtplanungs- und Bauordnungsamt die Sachlage bisher nicht bekannt gewesen sei. Da seinerzeit die zu schützende Bebauung für eine zweieinhalb-geschossige Bauweise vorgesehen war und nur anderthalb Geschosse ausgeführt worden seien, „ist die Wiederherstellung des Lärmschutzwalles nicht zwingend notwendig.“ Bauherr und Eigentümer der Fläche des Lärmschutzwalles ist die Stadt Bochum selbst. Auch soll es Anwohnerklagen über die Immissions- bzw. Emissionswertes geben. Hier sollen Messungen durch das Staatliche Umweltamt Hagen stattgefunden haben. Laut Stadt sind der unteren Bauaufsichtsbehörde keine derartigen Klagen bekannt.

Weitere Themen in der Sitzung

Auch wenn die Bezirksvertretung beschlossen hat, dass die auf dem Alten Markt und am August-Bebel-Platz aufgestellten Litfaßsäulen wieder zu entfernen sind, wird wohl nichts draus. Die Stadt hat mit der Deutschen Städte Medien GmbH einen Vertrag darüber bis zum 31. Dezember 2020 abgeschlossen. Die Verwaltung teilt mit, dass beide Standorte, also August-Bebel-Platz und Alter Markt „im Wesentlichen von Kerngebieten umgeben sind. In Kerngebieten sind Werbeanlagen grundsätzlich zulässig.“