Nahverkehr der Bahn gestört
23.08.2010 | 17:11 Uhr 2010-08-23T17:11:00+0200
Wattenscheid. Eine defekte Stromleitung auf der Eisenbahnlinie zwischen Wattenscheid und Bochum hat bis gestern in den Nachmittag hinein erhebliche Auswirkungen auf den Bahnverkehr gehabt.
Grund dafür ist ein Zugunfall, der sich am Sonntag gegen 21 Uhr im Bereich der Stephan- und Südstraße ereignet hatte. Von den 35 Reisenden wurde niemand verletzt.
Nach einer „lokalen Unwetterlage“, so Bahnsprecher Udo Kampschulte, hatten sich große Äste in der Oberleitung verfangen. Als ein Zug der Regionalbahn 40 diesen Abschnitt in Richtung Essen befuhr, prallte der Triebwagen trotz einer Notbremsung gegen die Äste, wodurch die Vorderfront des „Abellio“-Zuges erheblich beschädigt wurde. Durch den Unfall wurden Teile der Oberleitung abgerissen. Die standen weiter unter Spannung und blieben nach einem Bericht der Feuerwehr auf dem Zug liegen.
Das Unternehmen „Abellio Rail NRW GmbH“ ist zum einem Betreiber des Schienennahverkehrs für das Ruhr-Sieg-Netz (RE 16). Außerdem hält in Wattenscheid die RB 40 (ebenfalls Abellio), die zum Netz der Ruhr-Lenne-Bahn gehört.
Da sich die Unfallstelle nur wenig entfernt von der Wache an der Grünstraße befand, waren 16 Retter und Helfer schnell vor Ort, heißt es im Bericht der Einsatzleitung. Der Bahndamm wurde mit Flutlichtscheinwerfern ausgeleuchtet. Um die Zuginsassen evakuieren zu können, mussten durch Mitarbeiter der Bahn der Strom abgeschaltet und das Streckenstück geerdet werden.
Gegen 22.30 Uhr konnten die Reisenden, überwiegend Fußballfans, mit einem Bogestra-Bus zum Bochumer Hauptbahnhof gebracht werden. Kurz nach vier Uhr am Montagmorgen war die Strecke in Richtung Bochum für den Zugbetrieb zumindest eingleisig wieder frei, „nachdem der Triebwagen abgeschleppt war. Der konnte nicht mehr allein fahren“, sagte Kampschulte. Der Fernverkehr der Bahn wurde über Gelsenkirchen umgeleitet. Für den Regionalverkehr ergaben sich etliche Verspätungen.
Wie Bahnsprecher Kampschulte weiter mitteilte, musste die defekte Oberleitung auf einer Länge von etwa 1000 Metern repariert werden, „außerdem sind durch den Unfall zwei Masten beschädigt worden“. Er geht von einem Sachschaden von „etlichen zigtausend Euro“ aus. Das Essener Unternehmen „Abellio Rail NRW“ wollte das nicht bestätigen, der Schaden müsse erst genauer untersucht werden.
Die Bundespolizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.
19:18
Es ist höhere Gewalt. Baumpflege obliegt nicht unbedingt allein der Deutschen Bahn, sondern auch den Grundstückseigentümern, deren Grundstücke direkt an den Bahnlinien liegen. Die Bahn darf auch nicht an Bäumen herumschneiden, die ihr nicht gehören, das wäre in dem Fall als Sachbeschädigung zu werten und somit strafbar. Denkt doch mal daran. Immer diese elende Hetzerei. Wenn der Bus oder die Strassenbahn 10 Minuten später kommt, beschwert sich keiner. Oder ´wenn der Flieger Stunden später kommt.
23:49
Ich meine, das Thema ist in dem vorherigen Artikel bereits hinreichend kommentiert.
Hier handelt es sich nicht um höhere Gewalt, sondern um Vernachlässigung der DB-Verwaltung.
Michael Beckmann
19:32
das Essener Unternehmen Abellio gehört der NS, also der niederländischen Staatseisenbahn, soviel dazu, und wenn die Bahn den Baumschnitt nicht vernachlässigen würde würden bei etwas Wind auch die Äste nicht in die Oberleitung fliegen!