Modellflieger ausprobieren

Modellflug-Schnuppertag, veranstaltet vom Modell-Flieger-Verein „MFV Bochum & Wattenscheid".
Modellflug-Schnuppertag, veranstaltet vom Modell-Flieger-Verein „MFV Bochum & Wattenscheid".
Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Rund 800 Besucher erlebten Schnuppertag auf dem Platz Königsgrube in Günnigfeld/Hordel. Flugshows und eine Ausstellung mit gut 50 Flugzeugen

„Das Steuern war anfangs etwas kompliziert, aber es hat richtig Spaß gemacht“, sagte Vanessa Schier. Die elf-jährige Schülerin besuchte den „1. Schnupperflugtag 2015“ des „Modell-Flug-Vereins (MFV) Bochum & Wattenscheid“ in Günnigfeld/Hordel, Nähe Zeche Hannover. Der Höhepunkt für rund 800 Besucher wie Vanessa war dort das Schüler/Lehrer-Fliegen, bei dem fünf Lehrer Fluganfängern das Steuern von Segelfliegern näherbrachten. „Wir haben dafür im Frühjahr 2014 vom Verein extra fünf Flugzeuge mit gutmütigen Flugeigenschaften angeschafft“, erklärte dazu Vorsitzender Frank Bischoff.

Beim Schnupperfliegen hieß es zunächst Hochwerfen, in größere Höhen steuern durch den Lehrer und los ging es mit dem Üben. „Mein Fluglehrer Oliver Braun hat mir sehr dabei geholfen“, erklärte Vanessa, die schon etwas Flugerfahrung vorab hatte. Papa Sascha (39) besitzt eine Drohne. Ihr Bruder Luca (8) war ebenso begeistert. „Wir werden wiederkommen und weitermachen“, hieß deshalb das Fazit von Sohn, Tochter und Papa.

Nachbar Erich Jost, der die drei einlud und schon seit 46 Jahren Modellflieger baut und fliegt, freute das. „Das ist ein tolles Hobby“, erklärte der Senior, der beim MFC Wattenscheid damit begann. „Mein erster Flieger war eine Topsy von Graupner. Damals hatten wir noch unseren Flugplatz am Kanal in Gelsenkirchen, nahe der Zeche Nordstern.“

Kai (10) und Tim (12) Dreth aus Günnigfeld waren ebenso begeistert von dem Flugangebot. Sie treten damit zudem in die Fußstapfen von Papa Pierre (37), der zu Hause schon einen Helikopter besitzt. „Ein Flugzeug aus Sperrholz war mit 19 Jahren mein erstes Modell“, erinnerte sich der Vater. Wolfram Hense war einer der Lehrer. „Die meisten meiner Schüler waren begeistert“, zog er Bilanz. Für ihn war das Zeigen, wie man ein Flugzeug in der Luft hält und es bewegt, auch ein persönliches Anliegen. Flugshows und eine Ausstellung mit gut 50 Modellen rundeten das Programm ab: Segelflieger, Doppeldecker, einmotorige Sportflugzeuge und auch Hubschrauber.

Der 15-jährige Leonard Ratzki zeigte zusammen mit Günter Meise (63) und Bischoff, wie der Synchron-Flug mit Tiefdeckern (Elektromotor) funktioniert. Björn Hacke präsentierte seine Viper mit Impellermotor (sieht aus und funktioniert wie ein Düsenjäger). Mit einem Katapult ließ er den Flieger starten, der mit hoher Geschwindigkeit durch die Luft sauste.