Mit Gehhilfe sicherer mobil bleiben

Bernd Albers engagiert sich in Sachen Verkehrserziehung und ist als Rollatortrainer der Verkehrswacht im Einsatz.
Bernd Albers engagiert sich in Sachen Verkehrserziehung und ist als Rollatortrainer der Verkehrswacht im Einsatz.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Erster Rollator-Tag in Wattenscheid. Polizei, Bogestra, Verkehrswacht, Seniorenbüro Wattenscheid und zwei Unternehmen beteiligen sich an der Aktion

Auf ein hohes Verkehrsaufkommen können sich Besucher des Alten Marktes am Mittwoch, 22. April, einstellen. Unter dem Motto „Ihre Sicherheit liegt uns am Herzen“ findet dort von 9 bis 13 Uhr der erste Rollatortag in Wattenscheid statt. Angeboten wird ein „Rundum-Service-Pakete“ inklusive Parcours, Ein- und Ausstieg Training an Bussen sowie Kontrolle, Wartung und Einstellung der rollenden Gehhilfen.

Ein- und Ausstieg ausprobieren

Die Erfindung der Schwedin Aina Wifalk erfreut sich auch hierzulande immer größerer Beliebtheit, weiß Bernd Albers (69) zu berichten: „Mehr als zwei Millionen Rollatoren machen bereits in Deutschland Senioren mobil und jährlich kommen 500 000 weitere hinzu. Daher werden die Gehhilfen zunehmend zu einem sicherheitsrelevanten Faktor im Straßenverkehr.“ Albers spricht aus Erfahrung. Seit 40 Jahren macht er sich für Verkehrserziehung stark, ist als Rollatortrainer der Verkehrswacht im Einsatz und treibt seit 2012 verstärkt die Entstigmatisierung der rollenden Gehilfen an: „Die Leute sind mittlerweile äußerst dankbar, geben ihre positiven Erfahrungen weiter und ermuntern somit andere, die nützliche Hilfe anzunehmen.“

Am nächsten Mittwoch werden sie von einem kompetenten Team in Empfang genommen: Die Verkehrsunfallprävention der Polizei Bochum kooperiert mit der Deutschen Verkehrswacht, der Bogestra, dem Sanitätshaus „Care Center Rhein-Ruhr“ und Topro. Ebenso wird das Seniorenbüro Wattenscheid mit einem allgemeinen Infostand anwesend sein

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Zu erleben und zu testen wird es einiges geben. So können Besitzer die Sicherheit und den technischen Zustand ihres Gefährts kostenlos vor Ort durch die Sanitätshauskette überprüfen lassen. Wichtig sei dabei, dass sich seit dem Kauf vieles geändert haben könnte, z.B. durch eine veränderte Körperhaltung. Ebenso können sich die Teilnehmer an einem eigens von der Polizei entwickelten, sieben Meter langen Parcours versuchen und verschiedene Untergründe – u.a. Rasen, Rillen, Sand – meistern. Ebenso stehen zu Testzwecken weitere Rollatormodelle bereit. Die Bogestra schickt derweil einen Spezialisten, der den sicheren Ein- und Ausstieg übt und genau erklärt, wie man häufige Fehler vermeiden könne.

Ziel sei es, zu mehr Gesundheit und Sicherheit bei der Nutzung beizutragen und den Fahrern zu Mobilität und Spaß zu verhelfen. Umso wichtiger sei es da, sich nicht selbst mit einem veralteten Gefährt zu gefährden und an der falschen Stelle zu sparen: „Auch die Kinder sind in der Pflicht, ihren Eltern dies klar zu machen“, wünscht sich Albers, der an den kommenden Markttagen noch Flyer auf dem Alten Markt verteilen und viele Interessierte zur Teilnahme bewegen möchte.