Mellnau-Vater H. Schwirtz wird heute 85

Wattenscheid..  Der letzte Wattenscheider Oberbürgermeister wird heute 85 Jahre alt: Herbert Schwirtz, Ehemann, Vater, Ur-Sozialdemokrat und Mellnau-Mitbegründer. Aufgewachsen in einem sozialdemokratischen Elternhaus, ist er bereits mit 16 Jahren in die Partei eingetreten. Bei der Stadtverwaltung Wattenscheid fand der ausgebildete Industriekaufmann Arbeit. Er wechselte zur Stadt Essen, auch, damit er in „WAT“ für den Rat kandidieren konnte. Dessen jüngstes Mitglied war Schwirtz 1961.

Zehn Jahre später wurde der damals 42-Jährige Wattenscheids Oberbürgermeister. Als OB musste Herbert Schwirtz die Eingemeindung nach Bochum hinnehmen. Nach der Eingemeindung im Jahr 1975 setzte Schwirtz seine politische Karriere im Landtag fort. „Aber mein Steckenpferd war immer die Kommunalpolitik.“ Erst nach drei Wahlperioden zog er 1990 einen Schlussstrich.

Herbert Schwirtz steht heute für das Zeltlager im hessischen Mellnau. Er gründete den Verein Wattenscheider Ferienlager 1964 mit, entstanden aus der 1956 in der Südfeldmark mit den Falken gestarteten Ferienaktion. Heute sagt Herbert Schwirtz: „So lange ich helfen kann, helfe ich.“ Noch immer, bis heute, ist Schwirtz kein Mann der großen Worte, sondern der Taten. Er – und auch seine Ehefrau Hildegard (fast 82) – fahren noch immer mit nach Mellnau, sind dort die guten Seelen.

Und auch der SPD ist treu geblieben. Schwirtz gehört dem Ortsverein West/Leithe an, ist dort stv. Vorsitzender. Ihm geht es gut, sagt er im Gespräch mit der WAZ. Und wünscht sich zum Geburtstag: Gesundheit und „dass wir alle in Frieden leben können.“ Er feiert heute mit der Familie seinen 85. Geburtstag zu Hause an der Steeler Straße.