Das aktuelle Wetter Wattenscheid 9°C
Nachlese folgt

Markt ist noch verbesserungswürdig

28.12.2012 | 18:52 Uhr
Markt ist noch verbesserungswürdig
Mit Hexenhaus und Krippen-Stube präsentierte sich der Weihnachtszaubermarkt im Bereich der Friedenskirche. Das Geschäft aber machten ein Allesanbieter und ein Spielautomaten-Wagen.Foto:INGO OTTO

Der Zauber ist gelaufen. Es war der erste Versuch, den Wattenscheider Weihnachtsmarkt anders zu gestalten; mit einem von der Werbegemeinschaft verpflichteten Veranstalter.

Endgültige Bilanz will Wolfgang Dressler, Vorsitzender der Werbegemeinschaft, erst Mitte Januar ziehen. „Dann haben wir das Nachlese-Gespräch mit dem Veranstalter Thomas Meyer.“ Doch vorab sagt Dressler auf WAZ-Anfrage: „Einiges ist natürlich verbesserungswürdig.“

Die Frage bei einem Weihnachtsmarkt in der Alten Freiheit stelle sich, „ob Wattenscheid die Kaufkraft und das inhaltliche Interesse für und an einem Weihnachtsmarkt hat oder nicht.“ Dressler könne sich vorstellen, verstärkt Vereine ansprechen und einbinden zu wollen.

Anlass und Grund genug für weitere Überlegungen sei die Tatsache, „dass die Stände, die am wenigstens charakteristisch für einen Weihnachtsmarkt sind, die besten Geschäfte gemacht haben.“ Dressler sagt, der preiswerte Allesanbieter am unteren Bebel-Platz und der große Spielautomaten-Wagen mit den Greifzangen am Saarlandbrunnen hätten recht gute Umsätze verzeichnet. Da bleibe zu schauen, „welche Geschäfte diejenigen machen, die tatsächlich Weihnachtliches oder Kunstgewerbeartikel verkaufen?!“ Unter (kunst-)gewerblichen Gesichtspunkten, so seine erste Bilanz, „findet man keinen Händler, der für den Markt einen Stand mietet.“

Zwei Gesichtspunkte gelte es genau zu hinterfragen, meint Dressler. „Ist das Angebot nicht gut genug? Warum wird der Weihnachtsmarkt von den Wattenscheidern nicht gut angenommen?“ Da sei es doch traurig, so Dressler, dass etwa Gerlinde Lehrian, Inhaberin des Spielwarengeschäftes „Kleine Raupe“, anbietet, in der Bude „Wohnzimmer des Weihnachtsmanns“ den Kindern vorzulesen – und nur drei Kinder kommen. „Also fragen wir uns: Was nimmt der Wattenscheider an?“

In diesem Jahr sei das bisher größte Ständeangebot in den vergangenen 15 Jahren in der Fußgängerzone vorgehalten worden. Die Bilanz der Werbegemeinschaft falle zwar alles in allem durchwachsen aus, doch, so Dressler, „würden wir den Weihnachtsmarkt gern weiterführen, aber auch weiter entwickeln. Es gilt nun zu analysieren, wie und in welcher Weise.“

Das Angebot „Weihnachtsmarkt“ sei ein Entwicklungsprozess. „Mehr als ein Angebot machen kann man nicht.“ Und: „Wenn die Stimmung für einen Markt in Wattenscheid nicht vorhanden ist, muss man daraus die Konsequenzen ziehen.“

Von Ellen Wiederstein


Kommentare
31.12.2012
13:12
Markt ist noch verbesserungswürdig
von Schraubenm | #3

Der Weihnachtsmarkt ist wohl nicht das richtige für Wattenscheid. Vielmehr wird die „Energie“ in sinnvolle Projekte gestreckt. Der Karneval ist hier die Attraktion. Die Festumzüge haben es jedes Jahr in sich. Bis zu 50.000 Teilnehmer, Schnapsleichen ohne Ende, Freude, Trallala und jede Menge Gammel Kammelle. Vor allem Wirtschaftlich da werden Mühlberge bewegt das kostet Geld, Polizei, Ärztliche Bereitschaften freuen sich das ganze Jahr darauf. Das ganze wird ja auch von Fachkräften Organisiert. Hans Henneke, CDU Ratsmitglied der Stadt Bochum und Polizeioberhauptkommissar, Wolfgang Schick SPD Bürgermeister das sind die richtigen Leute für Wattenscheider Feste. Da kommen sogar die kleinen zu tausenden hin. Zum Weihnachtlichen vorlesen kommt keiner (leider). Die gute Bildung wird uns in die Zukunft leiten. Weinachten hat sich dann wohl auch erledigt!!! Darüber sollten die Werbeprofis mal nachdenken. Bevor die Getto Armut sich immer mehr ausbreitet.

29.12.2012
10:50
Markt ist noch verbesserungswürdig
von Schwarz-Gelb | #2

Für mich war es der beste Weihnachtsmarkt weit und breit. Einen besonderen Dank an die Organisatoren.

29.12.2012
04:37
Markt ist noch verbesserungswürdig
von jeaniac | #1

Ich fand ihn sehr mager, man konnte zwar alle 20m sich eine Bratwurst kaufen, jedoch gab es lediglich 1 süßwaren Stand, dessen Sortiment auch noch sehr übersichtlich war,
am alten markt hätte sich der Weihnachtsmarkt Standorttechnisch ebenfalls sehr gut gemacht, dann fällt eben für diese Zeit der Wochenmarkt aus, oder muss an einem anderen Ort ausweichen....

Alles in allem war ich sehr enttäuscht und fand ihn mager...

Aus dem Ressort
Tuning-Szene dreht auf
Car-Freitag
Von stiller Feiertag keine Spur: Am Karfreitag dreht die Autotuning-Szene seit Jahren mächtig auf, beim „Car-Freitag“ am Parkplatz Dückerweg trafen sich auch in diesem Jahr rund 1800 Freunde aufgemotzter Autos aus ganz NRW.
Hellweg Theater blickt auf 20 erfolgreiche Jahre
Kultur
Vor 20 Jahren gründeten Brigitte und Heinz Dieter Zinnschlag, der kürzlich 65-jähriges Bühnenjubiläum feierte, mit der Inszenierung „Adel verpflichtet“ das semiprofessionelle Hellweg Theater.
Einbrecher machen reichlich Beute
Blaulicht
Die Einbruchserie reißt nicht ab, diesmal waren die Täter in Eppendorf unterwegs: Bei einem Einbruch, der sich laut Polizei am vergangenen Mittwoch, 16. April, zwischen 7 und 14.30 Uhr in einer Wohnung „Am Luftschacht“ zugetragen hat, konnten die Täter leider reichlich Beute machen.
Autotuner machen am Car-Freitag mächtig Lärm in Wattenscheid
Car-Freitag
Die Wattenscheider werden sich am eigentlich stillen Feiertag Karfreitag auf einigen Lärm einstellen müssen. Denn die Autotuning-Szene will sich mal wieder mit rund 2000 Fahrzeugen an der A 40-Abfahrt Dückerweg präsentieren. Die Polizei kündigt an, am „Car-Freitag“ massiv Präsenz zu zeigen.
Tod ist nicht nur tot
Begräbniskirche
Ein Bild für Trauer und Hoffnung im neuen Kolumbarium in der alten St. Pius-Kirche. Ein Gastbeitrag dazu von Ralf Tietmeyer, Pastoralreferent des Stadtdekanats Wattenscheid
Fotos und Videos
Frühlingsmarkt mit fairen Produkten
Bildgalerie
Frühlingsmarkt
Grundschüler haben grüne Daumen
Bildgalerie
Bildung
Mädchen drehen auf beim Girls’ Day
Bildgalerie
Girls’ Day