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Mahnbrief sorgt für böses Blut

17.01.2008 | 18:36 Uhr

Bezirksschornsteinfegermeister verschickte wissentlich falsche Zahlungserinnerung

Schornsteinfeger bringen Glück - sagt man. Zu Silvester sind sie besonders beliebt. 14 Tage nach dem Jahreswechsel verbindet Volker Martin eher Groll als Glück mit seinem Schornsteinfeger.

Am 15. Januar holte der Besitzer eines Siedlungshäus-chens an der Derfflinger Straße Post von Christian Kohut, dem für ihn zuständigen Bezirksschornsteinfegermeister, aus dem Briefkasten. Inhalt: "Rechnungsnummer 1347-2007. Sehr geehrte Damen und Herren, nach meinen Buchhaltungsunterlagen ist die oben genannte Rechnung noch nicht ausgeglichen. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie den Vorgang in den nächsten Tagen überprüfen könnten und den Rechnungsbetrag gegebenenfalls ausgleichen könnten." Dann erinnert Kohut an die Rechnung "1347-2007" vom 2.7.2002, welche am 30.7.2007 fällig gewesen sei und berechnet dafür 51,25 Euro. Schließlich addiert er 3,35 Euro "Auslagen für Erinnerung" hinzu und summiert seine Forderung auf 54,60. "Mit freundlichem Gruß".

Volker Martin: "Ich wäre fast darauf reingefallen und hätte das Geld überwiesen. Schließlich kommt der Schornsteinfeger seit Jahren zu uns, überprüft die Abgaswerte der Gas-Heizung und kriegt anschließend sein Geld. Dann habe ich aber gestutzt, und bei näherem Überlegen war ich mir sicher, dass Herr Kohut im Jahr 2007 überhaupt keine Messung in unserem Hause durchgeführt hat."

Der Hausbesitzer dachte noch, dass es sich um ein Versehen handeln müsste, rief den Bezirksschornsteinfegermeister an und fragte ihn, was das Schreiben solle. Er würde schließlich nicht für eine Leistung bezahlen, die gar nicht erbracht worden sei. Nach Kohuts Antwort war Volker Martin baff. "Der Schornsteinfeger hat mir doch tatsächlich gesagt, er habe mir den Brief mit der Zahlungserinnerung nur deshalb geschickt, damit ich einmal Kontakt mit ihm aufnähme. So geht's ja nun nicht", zürnt der Hausbesitzer.

Christian Kohut, von der WAZ um eine Stellungnahme gebeten, bestätigt die von Martin geschilderte Begründung. Der Schornsteinfegermeister: "Ja, ich habe den Brief nur geschickt, damit die Familie Martin einmal Kontakt mit mir aufnimmt. Ich habe 2007 mehrfach versucht, jemanden in dem Haus zu erreichen, um eine Messung an der Heizung vorzunehmen, habe aber niemanden erreicht. Da habe ich diesen Brief geschickt." Im Nachhinein ist Christian Kohut selbst nicht ganz glücklich mit seiner Vorgehensweise und räumt ein: "Ich weiß, was ich da gemacht habe, war nicht ganz korrekt, aber ich wollte, dass die sich mal melden. Die haben sich ja auch nicht korrekt verhalten, als sie keinen Termin zum Messen mit mir vereinbart haben." Volker Martin stellt indes klar: "Ich habe weder eine Rechnung, noch irgendeine Benachrichtigung über einen Mess-Termin von Herrn Kohut bekommen."

Der Schornsteinfeger wiederum beteuert, eigentlich habe er es doch nur gut gemeint. Kohut: "Statt des Briefes hätte ich die Martins auch bei der Stadt Bochum melden können. Dann wäre ihre Heizungsanlage gesperrt worden, und sie hätten einen kalten Winter erlebt."

Was der Schornsteinfeger denn gemacht hätte, wenn Volker Martin den zugegebenermaßen wissentlich zu Unrecht geforderten Betrag in Höhe von 54,60 Euro tatsächlich überwiesen hätte? "Dann hätte ich das Geld zurück überwiesen", sagt Kohut. Und er räumt ein, in zwei weiteren Fällen solche "Kontakt-Briefe" verschickt zu haben.

Von Bernd Nickel

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Kommentare
22.02.2008
14:18
Mahnbrief sorgt für böses Blut
von Gerald Schleidt | #9

Bewährungsstrafe für Schornsteinfeger wegen fahrlässiger Tötung

Frankfurt/Main 18.02.2008. Wegen fahrlässiger Tötung von drei Menschen hat ein Schornsteinfeger eine Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung erhalten. Der 61 Jahre alte Angeklagte soll im Jahr 1979 den Einbau eines offenen Kamins in eine kleine Maisonettewohnung genehmigt haben. Im Herbst 2004 waren in der Wohnung im Frankfurter Westen dann drei junge Menschen im Alter zwischen 20 und 25 Jahren an einer Kohlenmonoxidvergiftung gestorben.
Zum Prozessauftakt hatte der mittlerweile in den Vorruhestand versetze Bezirksschornsteinfeger die damalige Genehmigung des Kamins eingeräumt. Ein technischer Sachverständiger führte aus, dass die Wohnung für den gleichzeitigen Betrieb einer Gastherme und eines Kamins ohnehin zu klein sei. Mit dem Urteil blieb das Gericht noch unter dem Antrag der Verteidigung.

Wie lange soll der Bürger dieses falsche Spiel $$$ der Kaminfeger noch gezwungener massen mitspielen müssen!

P.S. der Artikel von Bernd Nickel zeigt nur die Spitze eines Eisbergs.....bitte weiter recherchieren das war gute Arbeit!!!

20.01.2008
00:34
Mahnbrief sorgt für böses Blut
von Gerald Schleidt | #8

Falsche Kaminfegerrechnungen oder erfundene Mängel gibt es überall in
Deutschland. Infos gibts unter andernem:

http://www.schornsteinfegerfrei.de

http://www.schornsteinfegermonopol.de/

http://www.schofeg.de

19.01.2008
08:33
Blockierter Kommentar.
von Joachim Datko | #7

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

18.01.2008
12:04
Mahnbrief sorgt für böses Blut
von P.S. | #6

...und wenn er freier Mitarbeiter ist, spielt doch keine Rolle. Er hat die Beziehungen zur WAZ, und aus diesem Grund ist der Artikel veröffentlicht worden. Wäre ich mit so einem Witzthema gekommen hätte die WAZ sicherlich dankend abgelehnt.....

18.01.2008
11:45
Mahnbrief sorgt für böses Blut
von henschel | #5

Über das Niveau der Beiträge schweigen wir lieber. Eins sei allerdings klrgestellt: Volker Martin ist kein WAZ-Redakteur.

18.01.2008
09:46
Mahnbrief sorgt für böses Blut
von B. Neuser | #4

Wir sind bereits langjähriger Kunde von Herrn Kohut und waren/ und sind immer sehr zufrieden. Kann einfach nicht verstehen, warum Menschen aus lauter Langeweile so einen ****** schreiben!!!! Ich leide übrigens seit einiger Zeit an akuten Nasenschmerzen, vielleicht ist je in der nächsten Zeit ein bischen Platz übrig, dass wir darüber dann auch einen Artikel schreiben!!

18.01.2008
09:45
Mahnbrief sorgt für böses Blut
von P.S. | #3

...jetzt macht sich die WAZ langsam selbst lächerlich.....!!!!:-)Ein Redakteur der WAZ läßt seine Beziehungen spielen im eigenen Interesse..... Darüber sollte man mal einen Artikel schreiben. :-) :-) :-)

18.01.2008
09:30
Mahnbrief sorgt für böses Blut
von A. müller | #2

....dieser Artikel ist ja wohl der absolute Witz. Redakteure von der WAZ, wie Herr Martin, erstellen Artikel im persönlichem Interesse. Fehler können doch passieren, und wenn man sich dafür entschuldigt frage ich mich wo hier das Problem liegt. Ich habe von der Telekom schon mind. 3 mal falsche Mahnungen bekommen. Könnten sie darüber bitte auch einen Artikel schreiben??:-)Ich werde mir überlege die WAZ abzubestellen. Wenn die WAZ es mittlerweile nötig hat solche lächerliche Sachen in die Zeitung zu bringen schließe ich daraus das die WAZ nicht unparteiisch agiert. Herr Martin sie sollten sich schämen.......

18.01.2008
01:13
Mahnbrief sorgt für böses Blut
von W.K., Wattenscheid | #1

Ja sach mal du Schornsteinfeger - hast du noch alle auf der Pfanne ?
Ich hätte dich dicke verklagt. Das deine anderen Kunden sich so ruhig verhalten, kann ich gar nicht verstehen.
Und das die WAZ so einen Bericht macht, kann ich ich schon gar nicht verstehen. Wahrscheinlich muss man seine Lokalseiten nur noch unendlich dumm gefüllt bekommen, um diese Zeitung als Wattenscheider Ausgabe verkauft zu bekommen und zu erhalten.
Glück auf - so sagte amn hier lange.

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