Lärmschutzwall ist zu niedrig

Der Sportplatz Dickebankstraße, links der Wall.
Der Sportplatz Dickebankstraße, links der Wall.
Foto: Hans Blossey

Wattenscheid..  Der Lärmschutzwall sei viel zu niedrig und zu kurz – auch darüber hatten sich Anwohner der Straße „Alte Ziegelei“ bei der Stadt beschwert. Die hat nun nachgemessen. Ergebnis: Der Wall entspricht in der Tat nicht den Vorgaben.

Das „Amt für Geoinformation, Liegenschaften und Kataster“ hat das Profil des Walls an der Sportanlage Dickebank berechnet und den Angaben aus dem Bebauungsplan gegenübergestellt. Demnach entspricht er im nördlichen Bereich den Sollangaben, ist jedoch einige Meter zu kurz geraten. Im südlichen Bereich sei eine Delle von gut zwei Metern zu verzeichnen und gegenüber der Sollhöhe auch deutlich tiefer ausgekommen. Zudem ist die Lage leicht westlich verschoben. Inwieweit sich der Wall in den zurückliegenden Jahren verändert hat, könne allerdings nicht festgestellt werden.

Bürgerbeteiligung vorgesehen

Zum Hintergrund: Ganz in der Nähe der Wohnhäuser liegt die Sportanlage Dickebankstraße sowie die Großbäckerei Bereket. Die Firma will einen Teil der Sportplatzfläche kaufen, um zu erweitern. Und die Stadt will mit dem Geld einen Kunstrasenplatz bauen. Die Anwohner befürchten allerdings mehr Lärm, wenn Bäckerei und Sportplatz näher an die Häuser heranrücken. Schon seit Jahren gebe es Probleme mit Lautstärke durch die zu niedrige Schutzwallhöhe.

Über den aktuellen Stand zur Kunstrasen-Planung/Firmenerweiterung sagt Stadtsprecher Thomas Sprenger, dass „die Sondierungsgespräche laufen. Die Planungsverwaltung benötigt noch Zeit.“ Die Stadt hat eine Öffentlichkeitsbeteiligung mit Bürgerversammlung zugesichert.

Die Großbäckerei Bereket möchte wie berichtet der Stadt rund 11}000 Quadratmeter der Sportanlage zur Firmenerweiterung abkaufen. Das Geld soll in den Bau eines Kunstrasenplatzes fließen, den der Verein SW Wattenscheid 08 seit langem wünscht.

Anwohner befürchten allerdings weitere Immissions- und Emissionsprobleme. Die Bürgerinitiative „Alte Ziegelei / Geitlingstraße / Dickebankstraße“ bat die Stadt in einem Schreiben „um einen zeitnahen und vor der Erstellung des Bebauungsplans liegenden moderierten Termin mit allen Beteiligten und den zuständigen Ämtern“.

Im Antwortschreiben der Stadt heißt es unter anderem: „Die Verfahren unterstehen grundsätzlich den gesetzlichen Regelungen zum Immissionsschutz. Dieses gilt einerseits für das Baugenehmigungsverfahren zur Anpassung des Sportplatzes und andererseits für eine Betriebserweiterung, die nur im Rahmen einer Bebauungsplanänderung zugelassen werden kann.“ Dazu gehöre auch eine Bürgerbeteiligung.