Lärm in Westenfeld mindern

Nicht alle Tuner rasen und sind laut – aber einige schon.Foto:Eickershoff
Nicht alle Tuner rasen und sind laut – aber einige schon.Foto:Eickershoff
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Was wir bereits wissen
Bezirksvertretung tagt und setzt sich mit vielen Themen auseinander. Tempo-30-Zone an der Fritz-Reuter-Straße und weitere Nutzung der alten Fröbelschule

Wattenscheid..  Mit einer umfangreichen Themenpalette setzt sich die Bezirksvertretung Wattenscheid auf ihrer nächsten Sitzung am Dienstag, 28. April, auseinander.. Da geht es auch um die Lärmbelästigung, denen die Anwohner der Fritz-Reuter-Straße und der Grünstraße ausgesetzt sind. Die Bezirksvertretung legte dar, dass die Autobahn, die Gleisstrecke und „als Spitzen“ der nächtliche Tuningtreff an Wochenenden für Lärm sorge und hatte Fragen an die Stadt gestellt. Diese wiederum hatte bisher die Einrichtung von Tempo 30 gefordert. Der Bezirk will eine Bürgerversammlung, „die noch nicht erfolgt ist.“

Unterricht für Flüchtlingskinder

Der Bezirk fragte, ob die Verwaltung ein ganztägiges Tempo 30 für notwendig halte oder eine zeitliche Begrenzung genüge, wenn ja, welche? Laut Stadt wäre theoretisch ein zeitlich befristetes Tempolimit denkbar, z. B. zwischen 18 Uhr und 6 Uhr. Eine Tempo-30-Zone könne allerdings nur zeitlich unbefristet eingerichtet werden. Welche baulichen Maßnahmen halte die Verwaltung für möglich, etwa Fußgängerwege oder Bremsschwellen, um die Strecke unattraktiv zu machen oder den Lärm zu mindern?, will der Bezirk wissen. Die Verwaltung meint, dass aufgrund des Busverkehrs in der Fritz-Reuter-Straße wären lediglich „Berliner Kissen“, also Schwellen in der Fahrbahn, denkbar wären. Allerdings würden Schwellen zu zusätzlichen Anfahr- und Bremsvorgängen führen, die sich wiederum negativ auf die Lärmentwicklung auswirken können. Außerdem würden dadurch Stellplätze entfallen. Deshalb solle auf derartige bauliche Maßnahmen verzichtet werden. Diese wären nur bei einer Tempo-30-Zone möglich, nicht bei einem befristeten Tempolimit. Die meisten „Tuner“, so die Stadt, würden sich an das bisherige Tempolimit von 50 km/h, allerdings führe die „knappe Einhaltung des gesetzlichen Spielraums“ bei den getunten Autoteilen zu deutlich höherem Lärm als üblich. „Ein Tempolimit könnte dies spürbar verbessern, sofern es kontrolliert wird.“

Ebenfalls ein Thema: die weitere Nutzung der ausgedienten Fröbelschule an der Sommerdellenstraße. Hier will der Bezirk wissen, welche konkreten Planungen es über die weitere Nutzung/Verwendung gebe und wie der derzeitige Stand der Dinge ist. Die Stadt dazu: „Alle frei werdenden städtischen Grundstücke werden in der Flächenkonferenz behandelt. Beim Grundstück Sommerdelle „soll geprüft werden, ob eine Nutzung durch die SBO Senioreneinrichtungen der Stadt Bochum gemeinnützige GmbH möglich ist“ (WAZ berichtete). Aber: „Aufgrund des verstärkten Zuzugs von Flüchtlingen wird jedoch derzeit geprüft, ob das Gebäude nicht wieder für die Beschulung reaktiviert werden muss.“