Kulturelle Aktivitäten sollen Integration fördern

Die Kinder und Jugendlichen erlebten auch weihnachtliche Bräuche.Foto:Awo
Die Kinder und Jugendlichen erlebten auch weihnachtliche Bräuche.Foto:Awo
Was wir bereits wissen
Awo CentrumCultur bietet Kindern aus Flüchtlingsfamilien Treffen und Freizeitaktivitäten an

Wattenscheid..  Integration von Zuwanderern und Flüchtlingen ist ein Thema, das beim CentrumCultur der Awo einen hohen Stellenwert hat. Deswegen wurden auch 2014 erneut Jungen und Mädchen aus Flüchtlingsfamilien wöchentlich zu zwanglosen Treffen eingeladen. Der Leiter des Projekts, Can Duman, bot zusammen mit Betreuerin Jisra Najras einen ausgewogener Mix aus zahlreichen unterschiedlichen kulturellen Aktivitäten an. Dazu gehörten Filmvorführungen und Bildungskino, Eislaufen und gemeinsame Spielnachmittage, sowie ein Weihnachtsmarktbesuch und eine eigene Weihnachtsfeier. Diese Aktivitäten halfen dabei, den jungen Menschen die Kultur der Aufnahmegesellschaft näher zu bringen.

Durch das vom CentrumCultur ins Leben gerufene Projekt „Initiative Früh-Integration durch Kultur“ wurde den Kindern die Gelegenheit gegeben, am kulturellen Leben hier teilzunehmen. Die Jüngsten, die in diesem Jahr das Angebot in Anspruch genommen haben, waren zehn Jahre alt, die Ältesten 16. Häufig bleibt jungen Flüchtlingen die Teilnahme an der Gesellschaft ohne entsprechende Unterstützung verwehrt, da kommunikative Barrieren die Möglichkeiten hemmen, sich mit der anfangs noch fremden Kultur vertraut zu machen. Zusätzlich wird das Projekt auch von der Initiative „Kulturrucksack NRW“ des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt.

Die Förderung der „Früh-Integration“, also der Integrationsangebote, welche auch Kinder erreichen sollen, die in Deutschland noch nicht als Flüchtlinge anerkannt sind, hat sich als sinnvoll und lohnend erwiesen, so das CentrumCultur. Durch den interkulturellen Austausch konnte den Kindern das Gefühl vermittelt werden, in die Gesellschaft aufgenommen zu werden. Zusätzlich entwickelten sich zahlreiche Freundschaften innerhalb der Teilnehmergruppe, welche auch über Dauer des Projekts hinaus Bestand haben werden. Allerdings wird die Freude über das erfolgreiche Projekt etwas getrübt: Nicht alle Teilnehmer des Projekts können auch im nächsten Jahr wieder dabei sein. Einigen Familien der im Projekt betreuten Kinder drohe im Jahr 2015 die Abschiebung, so die Awo. Sie kümmert sich aber nicht nur um junge Zuwanderer, sondern hilft auch in anderen Bereichen. Dazu gehören Deutschkurse, Praktika, Zeugnisanerkennung oder Qualifizierungsmaßnahmen. So etwa das Projekt „Xenos“, das arbeitsmarktliche Unterstützung für Bleibeberechtigte und Flüchtlinge anbietet.