Kontraproduktiv

Stadtentwicklungkonzept: Wenn schon ein Newcomer Wattenscheid als „Kreuzberg des Ruhrgebiets“ (J. Rozanka) bezeichnet, dann ist es Zeit, diesen Zustand zu beenden. Und zweifellos ist die City das Aushängeschild einer Stadt. Doch gewohnt und gelebt wird vorwiegend in den Ortsteilen. Umso bedauerlicher und kontraproduktiv zur demografischen Entwicklung ist die Herausnahme von Projekten wie aktive und attraktive Stadtteilzentren. Ein „gesundes WAT“ kann nur be- und entstehen, wenn seine Ortsteile bei der Gewährung von Nutzungskonzepten die Lebensqualität der Anwohner nicht vernachlässigt. Lärm-und Schadstoffbelastungen - wie in Leithe -, Streichung von fußläufig erreichbaren Schulstandorten und Naherholungsräumen ... sind wenig familienfreundlich. Wenn der Vorort verwahrlost, entschädigen blendende City und Prestigeobjekte keineswegs! Die Realität des geplanten Stadtentwicklungkonzepts wird sein: Leerstände, Bruchbuden, Schmuddelecken. Und die Konsequenzen aus sozioökonomischem Niedergang sind aus anderen Städten NRWs bekannt.