Kolpinghaus sucht neuen Wirt

Hans-Josef Winkler, Geschäftsführer der Kolpingsfamilie Höntrop, und Alfons Jost, Vorsitzender des Kolpinghaus e.V. (re.) im Gespräch.
Hans-Josef Winkler, Geschäftsführer der Kolpingsfamilie Höntrop, und Alfons Jost, Vorsitzender des Kolpinghaus e.V. (re.) im Gespräch.
Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services
Vertrag mit der Curator Hotelbetriebsgesellschaft läuft im Sommer 2016 aus. Vorstellungen des Betreibervereins mit der Pächterin laufen auseinander

Wattenscheid..  Als eine Instanz im Ortsteil Höntrop kann man wohl das Kolpinghaus bezeichnen. Es ist nicht nur Sitz der großen Kolpingsfamilie und damit der Spielschar, sondern auch ein Treffpunkt der Höntroper Bürgerschaft. Im nächsten Jahr läuft der Gastronomie-Vertrag mit der Curator Hotelbetriebsgesellschaft Bochum aus.

„Zum Sommer 2016“, sagt Alfons Jost, Vorsitzender des Kolpinghaus e.V., „suchen wir einen neuen Gastronomen für unser Haus.“ Der Verein hat sich aus der Kolpingsfamilie Höntrop heraus gebildet und ist Besitzer des Kolpinghauses.

„Wir lassen den Vertrag auslaufen, denn die Vorstellungen des Betreibervereins mit der Pächterin laufen in wesentlichen Punkten auseinander. Insbesondere lassen sich die gemeinnützigen Aktivitäten des Vereins nicht mit der Auffassung der Geschäftsführung in Einklang bringen“, so Hans-Josef Winkler, Geschäftsführer der Kolpingsfamilie Höntrop. Und weiter: „Wichtig für uns sind unter anderem etwa die Karnevalsveranstaltungen im Hause. Das Interesse wird aber nicht so geteilt, wie wir uns das vorstellen.“

Das ganze Gebäude wird genutzt

Winkler weiter: „Wir wollen natürlich nicht, dass das Kolpinghaus gastronomisch leer steht. Deshalb machen wir uns jetzt auf die Suche.“ Der Kolpinghaus e.V. hat auch recht konkrete Vorstellungen, wie denn die Gastronomie weitergeführt werden soll: Eine gut-bürgerliche Küchenqualität, bei der das Preis-Leistungs-Verhältnis stimme, sei erwünscht.

Das Kolpinghaus verfüge über einen Saal mit etwa 200 Quadratmetern Fläche, in dem nicht nur die Karnevalsveranstaltungen stattfinden, sondern zudem viele Gesellschaften. Die Gaststätte, das Gänsereiter-Zimmer, eine Kegelbahn und auch der Biergarten kommen hinzu.

Winkler: „Die Kolpingsfamilie lebt quasi im Kolpinghaus. Hier finden viele Aktivitäten statt.“ Im Obergeschoss befindet sich der große Übungsraum, wo zum Beispiel die Kükengarde ihre Choreographien einstudiert. Hinzu kommen die Garderoben und Nebenzimmer, in denen die Kostüme der Garden aufbewahrt werden.

Bis zum Redaktionsschluss gab es noch keine Stellungnahme zum auslaufenden Vertrag von der Curator Hotelbetriebsgesellschaft mbH. Diese wird selbstverständlich veröffentlicht, wenn sie vorliegt.