Kita-Betrieb zugesichert

Die Forderung ist nicht neu: Schon im November fand eine Demo von Eltern und Kindern des evangelischen Kindergartens in Günnigfeld statt.
Die Forderung ist nicht neu: Schon im November fand eine Demo von Eltern und Kindern des evangelischen Kindergartens in Günnigfeld statt.
Foto: WAZ FotoPool

Wattenscheid..  Unruhe herrscht schon seit geraumer Zeit unter den Eltern des evangelischen Kindergartens an der Günnigfelder Straße, der auslaufend geschlossen wird. Wann genau, ist aber unklar. „Uns ist wichtig, dass die Anlage so lange weiterläuft, bis die neue Kita fertiggestellt ist“, betont Stephanie Hüsch vom Elternrat.

Auf Nachfrage der WAZ beim Kirchenkreis stellte gestern Nachmittag Christiane Wegers, Geschäftsführerin der Kita-Abteilung, klar, „dass wir weder Familien noch Mitarbeiter im Regen stehen lassen, zumal in Günnigfeld ein Engpass herrscht. Wir stehen in Kontakt mit der Outlaw GmbH und wissen von den zeitlichen Verzögerungen; die Fertigstellung erfolgt frühestens im Frühsommer 2016. Doch auch wenn der Termin noch weiter nach hinten rückt, werden wir unseren Kindergarten so lange weiterbetreiben. Superintendent Höcker steht zu seinem Wort.“

Neubau verzögert sich

Zum Hintergrund: In Günnigfeld ist kein Kindergartenplatz zu bekommen, hier herrscht eine akute Unterversorgung. „Besonders wer alleinerziehend und berufstätig ist, braucht dringend einen Platz“, so Hüsch. Die Eltern fordern deshalb die Zusage des ev. Kirchenkreises als Träger, dass der Kindergarten so lange weiterläuft, bis Ersatz bereit steht. Eine neue Kita will die Outlaw GmbH aus Greven an der Günnigfelder Straße 28a betreiben, allerdings gibt es erhebliche Zeitverzögerungen. Der Bauantrag wurde im Oktober 2014 eingereicht. Die Baumaßnahme sollte eigentlich Ende Oktober 2015 abgeschlossen sein. Insgesamt 65 Betreuungsplätze sind vorgesehen, davon 20 Plätze für unter drei Jahre alte Kinder. Die Errichtung der Einrichtung ist mit dem Jugendamt abgestimmt; die Betreuungsplätze werden auf der Grundlage der Jugendhilfeplanung langfristig benötigt.

Schon mehrfach hatten Günnigfelder Eltern deshalb gegen eine kurzfristige Schließung des ev. Kindergartens mobil gemacht. Die ehemalige Zwei-Gruppen-Anlage wurde bereits auf eine Gruppe reduziert. „Auch wenn es stets hieß, dass der Kindergarten jetzt noch bis 2016 weitergeführt werden soll, wollen wir sicherstellen, dass keine Schließung vor Öffnung des neuen Kindergartens in Günnigfeld erfolgt“, betont Stephanie Hüsch. Denn die von der Stadt geplante Lösung, Ersatzplätze in Hordel anzubieten, lehnt die Initiative ab. „Viele Eltern haben kein Auto. Gerade im Winter ist der Fußweg zur Röhlinghauser Straße zu weit.“ Die Eltern-Initiative um Hüsch will den Stichtag in eine möglichst ferne Zukunft verlegen, zeigt sich hartnäckig und erwartet die Zusage von der Kirche an die Eltern.