Kindern eine Heimat und neue Chancen geben

Ein großzügiges Wohnhaus mit neun altersgerecht gestalteten Einzelzimmern, ansprechenden Gemeinschaftsräumen und einem einladenden Garten: Im Rahmen einer kleinen Feierstunde eröffnete nun das Karl-Schreiner-Haus auch offiziell seine neue Wohngruppe an der Propst-Hellmich-Promenade, nachdem zum 1. März bereits die ersten Kinder eingezogen waren (die WAZ berichtete).

Mit einem speziellen langfristigen Betreuungskonzept eröffnet die Wohngruppe neue Chancen für bis zu neun Mädchen und Jungen im Aufnahmealter zwischen acht und 13 Jahren. „In dieser Wohngruppe haben wir nun die besten Voraussetzungen, um Kinder mit Sozialisationsdefiziten und Betreuungsbedarf in einer für sie entscheidenden Lebensphase gezielt zu fördern“, betonte Jörg Lehmann, zuständiger Geschäftsbereichsleiter im Diakoniewerk Essen.

„Unser pädagogisches Konzept zielt vor allem auf lebenspraktische Hilfestellungen zur Bewältigung des Alltags, die umfassende Förderung der eigenen Ressourcen und die Unterstützung bei der schulischen Entwicklung“, machte Einrichtungsleiter Oliver Kleinert-Cordes deutlich. Die Belegung erfolge dabei in der Regel durch das Jugendamt Essen, so war auch Mitarbeiter Peter Albrecht-Liermann vor Ort. „Mit einem tollen Team und tollen Kindern bietet diese Einrichtung die besten Voraussetzungen, um Wurzeln zu schlagen.“

Schließlich gehe es darum, den Kindern ein Gefühl von Heimat zu geben, wo es bislang fehlte. „Der verlässliche individuelle Beziehungsaufbau und die mittelfristige Erarbeitung tragfähiger Zukunftsperspektiven liegen uns besonders am Herzen“, sagte Heilpädagogin Sabrina Köhler, die die Gruppe in der Hellwegstadt leitet. Ein kleines Nachbarschaftsfest, das auch dazu dienen sollte, mögliche Ressentiments abzubauen, habe bereits vorab stattgefunden. Denn zur Heimat würden auch die Menschen gehören, die man täglich auf der Straße trifft.