Kindergarten im Container geplant

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Wattenscheid..  Die Bausubstanz des Kindergartens St. Nikolaus ist marode, die Kinder konnten vor über einem halben Jahr in anderen Einrichtungen untergebracht werden. Soweit, so bekannt ist die Situation in Westenfeld. Doch es gibt Neuigkeiten. Am kommenden Dienstag liegt das Thema auf den Tischen der Wattenscheider Bezirksvertreter, konkret geht es dabei um Neubaupläne des Kita-Zweckverbands im Bistum Essen als Träger von St. Nikolaus.

In der Verwaltungsvorlage heißt es: „Aufgrund der völlig unzureichenden baulichen Situation besteht dringender Handlungsbedarf, um durch einen Abriss und anschließenden Neubau der Kita an gleicher Stelle einen dauerhaften Betrieb der Kindertageseinrichtung zu gewährleisten. Der Träger der Einrichtung befindet sich bereits in der Planung einer solchen Maßnahme.“

Drei Gruppen unterbringen

Da ein Verbleib der Kinder in den Ersatz-Einrichtungen allerdings bis zur Fertigstellung des Neubaus nicht möglich ist, muss eine vorübergehende Alternative geschaffen werden. Mit dem Bolzplatz „Am Paßweg“ befindet sich ein städtisches Grundstück in unmittelbarer Nähe zum Kindergarten. Für die Verwaltung eine Möglichkeit, Abhilfe zu schaffen. „Diese Fläche könnte für die Errichtung einer temporären Containeranlage genutzt werden. Dort sollte nach Planung der Verwaltung eine Anlage aufgebaut werden, in der die drei Gruppen der Kindertageseinrichtung St. Nikolaus vorübergehend untergebracht werden. Währenddessen können die Baumaßnahmen, ohne den laufenden Betrieb der Einrichtung zu belasten, durchgeführt werden. Der Bolzplatz kann in dieser Zeit nicht genutzt werden.“

In Bochum gebe es bereits eine vergleichbare Anlage mit einem „kompakten, rechteckigen Baukörper, der die drei Gruppenräume sowie alle erforderlichen Nebenräume und Verkehrsflächen zur vorübergehenden Unterbringung der Kinder aufweist.“ Da der Bolzplatz direkt an das bestehende Außengelände der Kita angrenzt, könnte dieses auch während einer Baumaßnahme weiter genutzt werden. Gesamtdauer des Projekts: circa zwei Jahre.

Die Überlassung des Grundstücks würde laut Stadt kostenlos erfolgen. Errichtung und Unterhaltung der Containeranlage sowie der Rückbau und die Wiederherstellung der Bolzplatzfläche müsste durch den Kita-Zweckverband finanziert werden. Die endgültige Entscheidung, ob die Fläche zur Verfügung gestellt wird, obliegt den Bezirksvertretern.